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Fußballmanager, Bürgermeister, Präsident
Gut gelaunt: Mauricio Macri hat am Sonntag die Ära Kirchner beendet. Foto: afp
Mauricio Macri

Fußballmanager, Bürgermeister, Präsident

Nur knapp hat Mauricio Macri die Stichwahl ums Präsidentenamt gewonnen. Er trat an, Argentinien in eine wirtschaftsliberale Zukunft zu führen.

24.11.2015
  • ALEXANDRE PEYRILLE, AFP

So richtig hatte ihn niemand auf dem Zettel. Erst als Mauricio Macri, der Bürgermeister von Buenos Aires, in der ersten Runde der Präsidentenwahl überraschend gut abschnitt und nur drei Prozentpunkte hinter dem Favoriten zurücklag, nahm seine Kandidatur Fahrt auf. Am Sonntag dann der Triumph: Macri besiegte in der Stichwahl den linksgerichteten Daniel Scioli.

Mit dem Wahlsieg des Wirtschaftsliberalen ist nach zwölf Jahren das Ende der Ära Kirchner und der linksgerichteten Regierungspolitik besiegelt. Das Ergebnis fiel denkbar knapp aus: Nach Auszählung fast aller Wahlzettel kam Macri auf 51,4 Prozent der Stimmen, sein linksgerichteter Kontrahent Scioli erreichte 48,6 Prozent.

In der Stunde seines größten Erfolgs stellte Macri seinen Landsleuten einen „wundervollen epochalen Wandel“ in Aussicht. Es werde einen Bruch mit der linken Regierungspolitik geben. Schon im Wahlkampf hatte er verkündet, er wolle die protektionistische Wirtschaftspolitik der Kirchners beenden.

Macri ist ein Spross der argentinischen Oberschicht, Sohn des reichen Unternehmers Franco Macri. Zunächst leitete er im Konzern des Vaters verschiedene Gesellschaften. Die Beziehung zu seinem Vater war schwierig, Macri zog es vor, sein Glück außerhalb der Firma zu suchen - zunächst im Fußball, als Leiter des Hauptstadtclubs Boca Juniors, und dann in der Politik.

Ihr widmete sich Macri erst im Jahr 2003. Eine erste Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Buenos Aires schlug fehl. 2007 legt er sein Amt als Boca-Präsident nieder und gründete die rechtsgerichtete Partei PRO. Mit ihr als Basis eroberte er noch im selben Jahr das Rathaus von Buenos Aires. Die Arbeit dort, scheint viele überzeugt zu haben. „Seine Amtsführung als Bürgermeister von Buenos Aires war gut, und die Wähler haben das an den Urnen gezeigt“, sagt der Politikwissenschaftler Mariano Aguas. „Und Präsident von Boca zu sein ist nicht nichts: Er hat für Transparenz gesorgt und den Club neu organisiert. Er ist ein guter Manager.“

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24.11.2015, 08:30 Uhr | geändert: 24.11.2015, 06:01 Uhr

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