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Haiti

Ganze Dörfer weggefegt

In Haiti offenbart sich allmählich das Ausmaß der Zerstörung, die „Matthew“ angerichtet hat.

15.10.2016
  • EPD

Port-au-Prince. Die Verwüstungen durch den Hurrikan „Matthew“ in Haiti sind weitaus schlimmer als bisher vermutet. Mehr als 1,4 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Das hat die Landesdirektorin des UN-Entwicklungsprogramms, Yvonne Helle, in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince mitgeteilt.

Ganze Dörfer seien dem Erdboden gleichgemacht worden, sagte Helle. Felder und Vegetation seien dort vollständig vernichtet. Mindestens 175 000 Menschen seien obdachlos.

Papst Franziskus hat 100 000 US-Dollar für die Opfer des Hurrikans gespendet. Die Bundesregierung stockte ihre Hilfe um eine Million auf 1,6 Millionen Euro auf. Schwerpunkte sind Nothilfe, medizinische Versorgung, Trinkwasser und Notunterkünfte. Der Weltsicherheitsrat verlängerte das Mandat der rund 6000 Menschen umfassenden Blauhelm-Truppe in Haiti.

Nach aktuellen Zahlen der haitianischen Regierung sind wegen des Wirbelsturms vom 4. Oktober 546 Menschen ums Leben gekommen. Hilfsorganisationen gehen aber von etwa 1000 Toten aus.

Das Welternährungsprogramm (WFP) hat bislang 30 000 Opfer des Sturms mit Nahrungsmitteln versorgt. Insgesamt sollen etwa 750 000 Menschen Hilfen erhalten. Vorab nach Haiti gebrachte Nahrungsmittel würden mit Trucks und wo nötig mit Hubschraubern zu den Überlebenden gebracht, sagte eine WFP-Sprecherin. Das WFP rief die Staatengemeinschaft auf, Geld bereitzustellen. In den kommenden drei Monaten würden knapp 109 Millionen Euro für Überlebenshilfe benötigt.

Weil dem Karibikstaat eine Cholera-Epidemie droht, sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Spezialisten in besonders gefährdete Gebiete Haitis gereist. Zudem seien eine Million Impfdosen geschickt worden. Bisher sind mehr als 20 Cholera-Tote und rund 200 Verdachtsfälle gemeldet worden. Eine Impfkampagne sei aber noch nicht im Gang, weil viele Orte derzeit nicht erreichbar seien, hieß es. Nach WHO-Angaben sind drei Viertel aller Cholera-Behandlungszentren in Haiti zerstört oder beschädigt. epd

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15.10.2016, 06:00 Uhr

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