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Finanzen

Gassigehen senkt künftig die Steuerlast

Haustierpflege oder Schneeräumen: Der Fiskus will weitere haushaltsnahe Dienstleistungen als Steuersparmodell anerkennen.

24.11.2016
  • GUIDO BOHSEM

Berlin. Gute Nachrichten für alle Steuersparer. Künftig können sie deutlich mehr haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerrechnungen beim Fiskus geltend machen. Bislang unbeachtet von der Öffentlichkeit haben die obersten Finanzbehörden von Bund und Ländern sich auf eine ganze Reihe von neuen Tatbeständen verständigt – und die lohnen sich. So können nach Informationen dieser Zeitung künftig auch die Kosten fürs Schneeräumen auf dem Bürgersteig vor dem eigenen Haus geltend gemacht werden. Oder eben der entsprechende Posten in der Nebenkosten-Abrechnung bei Mietwohnungen.

Auch steuerzahlenden Tierbesitzern winken Nachlässe. Wer seine Haustiere zu Hause versorgen und betreuen lässt, kommt ebenfalls in den Genuss einer Steuererleichterung. Heuert man etwa einen Experten für die Fellpflege an, kann man dessen Arbeitsleistung absetzen. Gleiches gilt für den Lohn, der anfällt, wenn man seine Haustiere füttern oder seinen liebsten Vierbeiner auf Rechnung zum Gassigehen ausführen lässt. Es ist überraschend, dass die Finanzbehörden ihren Widerstand aufgegeben haben und auch diese Dienstleistungen nun anerkennen wollen. Bislang hatten sie sich geweigert, mehrere Urteile von Finanzgerichten zu den entsprechenden Fällen zu akzeptieren. Schließlich geht es für sie um jede Menge Geld. Allein im vergangenen Jahr ließen sich Bund und Länder die steuerliche Förderung insgesamt etwa 1,9 Milliarden Euro kosten. Laut Frank Hechtner von der Freien Universität in Berlin erlebt die von der ersten großen Koalition unter Angela Merkel eingeführte Förderung einen regelrechten Boom. Inzwischen nutzten sie etwa die Hälfte aller Steuerzahler, Tendenz steigend.

Grundsätzlich können von den Rechnungen nur die Lohn- und Fahrtkosten geltend gemacht werden und zwar zu 20 Prozent. Bei Handwerkerleistungen beträgt der steuerlich abziehbare Höchstbetrag 1200 Euro, für haushaltsnahe Dienstleistungen 4000 Euro.

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24.11.2016, 06:00 Uhr

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