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Reutlinger Campus legt zu

Gebäude drei wird zum Medienzentrum ausgebaut

Das letzte große Sanierungsprojekt der Hochschule Reutlingen kann beginnen: Das Gebäude drei wird für 12,1 Millionen Euro saniert und zu einem Medienzentrum ausgebaut. Außerdem bekommt der Campus einen zusätzlichen Neubau.

03.07.2012
  • Thomas de Marco

Gestern stellte die Hochschule mit Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid den dritten Abschnitt der umfangreichen Sanierungen auf dem Campus vor: Nach dem Umbau des ehemaligen Heizwerks zum Rechenzentrum und der energetischen Aufmöbelung von Bau vier wird nun das Gebäude drei (derzeit Bibliothek und Rechenzentrum) bis auf die Grundmauern entkernt und zu einem Servicegebäude ausgebaut. Bei den Bauarbeiten von September bis voraussichtlich Frühjahr 2014 entsteht ein Lernzentrum mit Bibliothek und Medienzentrum sowie ein Servicezentrum für die Studierenden.

„Reutlingen hat vom Konjunkturprogramm einiges abbekommen“, sagte der baden-württembergische Wirtschafts- und Finanzminister und betonte die Notwendigkeit der Sanierung: Der Bestand aus den 70er-Jahren sei vernachlässigt worden. Wegen der PCB-Schadstoffe habe etwa Gebäude drei an heißen Sommertagen nicht benutzt werden können, erklärte Hochschul-Präsident Prof. Peter Nieß. „Wir sind sehr froh, dass die Mittel freigegeben worden sind“, sagte er.

Dazu kommt noch der Neubau für die Studiengänge Medizinisch-Technische Informatik und International Logistics Management, der im nächsten Jahr angegangen wird. Von den Gesamtkosten in Höhe von 6,6 Millionen Euro steuert die Hochschule 1,3 Millionen aus generellen Fördermitteln des Bundes für den Ausbau bei, den Rest finanziert das Land. „Andere Fakultäten mussten dafür durchaus bluten“, gab Hochschul-Vizepräsident Hendrik Brumme zu, „aber die Chance für einen Neubau kommt so schnell nicht wieder.“

Damit wird auch der steigenden Zahl von Studierenden Rechnung getragen. Die Hochschule geht davon aus, dass im kommenden Wintersemester bis zu 5200 Studentinnen und Studenten eingeschrieben sein werden, im Schnitt werde sich die Zahl laut Nieß auf 5000 einpendeln. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 waren es noch 3600 Studierende.

„Dieses Wachstum müssen wir auch in der Infrastruktur bewältigen und brauchen deshalb neue Gebäude für Lehre und Forschung, sonst wird es zu eng“, sagte Nieß. Zusätzlich zu Sanierung und Neubau wolle die Hochschule ihren Campus lebendiger gestalten und dazu Kultur und Sport auf den Campus holen, kündigte der Präsident an, der im Oktober aus diesem Amt ausscheiden wird. „Wir wollen ein Lebensbiotop schaffen, in dem es Spaß macht, auch nach der Vorlesung seine Freizeit zu verbringen“, sagte Nieß, der gestern schon mal ein zufriedenes Fazit nach fünf Jahren Amtszeit zog.

Gebäude drei wird zum Medienzentrum ausgebaut
Ab September wird gebaut: (von links) Reutlingens Hochschulpräsident Peter Nieß, Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid, Vizepräsident Hendrik Brumme und Bernd Selbmann vom Bauamt Tübingen präsentieren die Pläne.

Doppelminister Nils Schmid ist gestern in Reutlingen im Doppeleinsatz gewesen: Nach dem Besuch der Reutlinger Hochschule zog er bei Bosch die Jahresbilanz des 2011 gegründeten Bündnisses, das die Erwerbstätigkeit von Frauen im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) erhöhen soll. „Wir verzeichnen Fortschritte in der akademischen Bildung – 29 Prozent aller Studienanfängerinnen beginnen ein Studium in einem MINT-Fach“, sagte er. „Es bleibt aber noch viel zu tun, vor allem im Bereich der dualen Ausbildung. Wir wollen noch mehr junge Frauen für eine technische Berufsausbildung gewinnen.“ Deshalb wurde im Februar der Kreativ-Wettbewerb „Zeig’ uns MINT in deinem Leben“ für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren auf dem Portal www.mint-frauen-bw.de gestartet. Das „Bündnis Frauen in MINT-Berufen“ war 2011 von Schmid, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Kultus- und Sozialministerium sowie unter anderem von 24 Partnern aus Arbeitgeber- und Berufsverbänden, Gewerkschaften, Frauennetzwerken, Hochschulen und Stiftungen unterzeichnet worden. Schmid konnte gestern sechs neue Bündnispartner begrüßen – etwa das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt oder die Fraunhofer Gesellschaft.

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03.07.2012, 12:00 Uhr

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