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Reutlingen

Gedok im siebten Himmel

An die 60 Teilnehmerinnen, darunter gut 40 von auswärts, hat die Bundestagung der Künstlerinnenvereinigung Gedok von Freitag bis Sonntag in Reutlingen. Mit einem umfangreichen Rahmenprogramm: Schon heute beginnt die Ausstellung „bespielt“ von Tanja Niederfeld in der Osiander-Galerie im Gewölbe (bis 11. Juli, zur Eröffnung heute um 19 Uhr spricht der Kunsthistoriker Clemens Ottnad). Höhepunkt der Festlichkeiten ist die Verleihung des Klaus-Oschmann-Preises für Angewandte Kunst und Art Design mit einem Festakt im kleinen Stadthallen-Saal am Freitag um 17 Uhr.

11.06.2015

27 Arbeiten von 82 Einsendungen sind dann ab 19 Uhr in der Städtischen Galerie zu besichtigen. Darunter auch die Werke der Preisträgerinnen Traudel Lindauer (Gedok Bonn), Kirsten Plank (München) und Birgit Werner (Stuttgart).

Die Reutlinger Gedok-Frauen haben die Präsentation der Ausstellung, die bis 2. August zu sehen ist, übernommen und dafür vorab viel Lob vom Kunstmuseum gekriegt. „Ich glaube, es ist ganz gut gelungen“, sagt die Vorsitzende Agnete Bauer-Ratzel und würdigt ihrerseits die Kooperation „auf Augenhöhe“ mit den Spendhaus-Verantwortlichen. Zur Vernissage öffnen am Freitagabend in der Eberhardstraße 14 auch die Stiftung für konkrete Kunst und der Kunstverein außerplanmäßig bis 20.30 Uhr.

Die Münchner Unternehmerin Elke Oschmann hat 2005 den mit 10 000 Euro dotierten Preis gestiftet. Sie benannte ihn im Gedenken an ihren verstorbenen Mann. Die betagte Stifterin reist zur Preisverleihung an und bringt gleich 35 Bekannte mit. Untergebracht sind die Konferenz-Teilnehmerinnen in Hotels. Am Tagungsort in der Volkshochschule sowie in der benachbarten Stadtbibliothek können sie die Ausstellung „Gedok in Form und Farbe“ der hiesigen Sektion anschauen. Oder am Samstag um 20 Uhr im kleinen Saal der Stadthalle eine musikalisch-literarische Begegnung mit Musik von Komponistinnen und Texten von Dichtern besuchen – Eintritt in der Tagungsgebühr enthalten. Die belgische Komponistin Jacqueline Fontyn, die im Dezember ihren 85. Geburtstag feiert, kommt zur Uraufführung ihres Werkes „Seventh heaven“ (siebter Himmel) sogar extra aus Brüssel.

Seit einem halben Jahr ist die Reutlinger Gedok mit den Vorbereitungen der Tagung beschäftigt. Der offizielle Teil ist nichtöffentlich in der Volkshochschule. Bauer-Ratzel kennt bisher nur die Tagesordnung – und die ist gespickt voll mit Berichten der 26 Regionalgruppen und von Organisationen wie dem Deutschen Musikrat. „Ich weiß noch gar nicht, was da im Einzelnen drinsteht.“ Voriges Jahr ging es in Heidelberg auch um das Freihandelsabkommen TTIP, das die Kulturschaffenden massiv kritisieren. Dieses Jahr berät die Gedok in Reutlingen unter anderem über ihre internen Strukturen.

Sonntag, 11 Uhr, ist in der Kreissparkasse noch die Vernissage einer Retrospektive zum 100. Geburtstag von Gude Schaal (bis 2. Juli). Sie war bis zu ihrem Tod im Januar 2012 Gedok-Ehrenmitglied – aber als Veranstalter der Schau muss die Gedok auf Druck der Nachlassverwalterin Silke Guhl diese und die Kreissparkasse nennen. Die Tagung endet um 12 Uhr, so langt es den Teilnehmerinnen zumindest noch zum Vernissagen-Büffet. Matthias Reichert

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11.06.2015, 12:00 Uhr

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