Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating
Film bewerten

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
30.05.2020

Von Cornelia Wystrichowski

Alisha Boe als Jessica Davis und Miles Heizer als Alex Standall in der Serie „Tote Mädchen lügen nicht“. Foto: David Moir/Netflix/dpa

Das Geschäft mit dem Fußball, eine Bestsellerverfilmung und das Ende zweier Kultserien: Wir stellen die interessantesten Neuerscheinungen vor, die im Juni bei Netflix und Co. starten.

Tote Mädchen lügen nicht

Nur wenige Netflix-Serien haben für so viel Ärger gesorgt wie diese: Die Story um heikle Themen wie Mobbing, Depressionen und sexuellen Missbrauch sei speziell für psychisch belastete Jugendliche ungeeignet und könne zu Nachahmungstaten anregen, so die Kritik. Die Buchadaption dreht sich um die Folgen des Freitods der Schülerin Hannah Baker (Katherine Langford), die 13 Audiokassetten mit Botschaften an alle hinterlassen hat, die für ihren Suizid verantwortlich sein sollen. Mit der zehnteiligen vierten Staffel geht die Skandalserie jetzt zu Ende. (ab 5.6., Netflix)

El Presidente

Das schmutzige Geschäft mit dem Fußball steht im Mittelpunkt dieser Dramaserie. Sie basiert auf dem vor ein paar Jahren enthüllten Fifa-Bestechungsskandal, bei dem es um 150 Millionen Dollar geht. Die Story dreht sich um den arglosen Sergio Jadue (Andrés Parra), Präsident eines kleinen chilenischen Fußballclubs, der von seinem Verband zur Fifa entsandt wird. Dort lernt er, dass es seinen Kollegen mehrheitlich nicht um den Sport geht, sondern ums mit Schmiergeldern gut geölte Geschäft. Beim Versuch, dabei mitzumischen, geht Sergio jedoch kläglich unter. Die schnell erzählte mexikanische Hochglanzserie steckt voller Waffen, Dollars, käuflicher Liebe und vor allem: Ironie. Zunächst gibt es die acht Folgen nur auf Spanisch mit deutschen Untertiteln. (ab 5.6., Amazon)

Penny Dreadful: City of Angels

Die beliebte Horrorserie „Penny Dreadful“ spielte im viktorianischen London, ihr erstes Spin-off ist im Los Angeles des Jahres 1938 angesiedelt: Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bekommen es die Ermittler Tiago Vega (Daniel Zovatto) und Lewis Michener (Nathan Lane) mit einem Ritualmord zu tun. Sollte die charmante, aber mysteriöse Magda etwas damit zu tun haben? Die Cops geraten in einen Strudel aus übernatürlichen Ereignissen – die Serie ist ein reizvoller Mix aus historischem Hintergrund, Horrorelementen und der Ästhetik der mexikanischen „Santa Muerte“-Folklore. (ab 8.6., Sky)

Das Grab im Wald

Der US-Schriftsteller Harlan Coben gehört nicht nur zu den populärsten Thrillerautoren der Gegenwart, sondern lieferte auch schon die Ideen zu mehreren Serien wie der Netflix-Produktion „Safe“. Jetzt startet die sechsteilige polnische Adaption seines Bestsellers „Das Grab im Wald“ – ein ziemlich düsterer Thriller. Vier Freunde verschwinden 1994 bei einem Camp in einem Wald, zwei werden später tot aufgefunden. Doch was ist mit den anderen passiert? (ab 12.6., Netflix)

The Politician

Im Mittelpunkt der Politsatire steht der junge Payton Hobart (Ben Platt), der in einer schwerreichen Adoptivfamilie lebt – Gwyneth Paltrow spielt seine Mutter. Der hochintelligente, ehrgeizige, aber gutherzige Payton wollte sich in der ersten Staffel zum Sprecher seiner High School wählen lassen, um sich auf sein Lebensziel vorzubereiten: Er will US-Präsident werden. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände strandet Payton aber als Alkoholiker in New York, um sich ganz am Ende wieder zu berappeln. (ab 19.6., Netflix)

Szene aus der dritten Staffel der Netflix-Serie „Dark“ mit Daan Lennard Liebrenz (rechts) als Mikkel Nielsen und Mark Waschke als Hanno „Noah“ Tauber. Foto: Stefan Erhard/Netflix/dpa

Dark

Ende einer düsteren Saga: Die deutsche Zeitreise-Serie „Dark“ geht in die letzte Staffel – jetzt zeigt sich, ob die Macher ihre verzwickte Geschichte schlüssig auflösen können. Die Story spielt im fiktiven Städtchen Winden, wo in der ersten Staffel zwei Kinder und weitere Menschen verschwanden: Gefangen in Jahrzehnte währenden Zeitschleifen, reisten sie zwischen Vergangenheit, Gegenwart und postapokalyptischer Zukunft. In der finalen dritten Staffel spielt nicht mehr nur die Zeit verrückt, sondern auch der Raum: Der junge Jonas (Louis Hofmann) landet in einer Parallelwelt, einer verzerrten Spiegelung von Winden. Die anderen Charaktere versuchen derweil, den gordischen Zeitreise-Knoten zu zerschlagen. Im Zentrum von allem steht aber, wie sich dann herausstellt, eine tragische Liebesgeschichte .(ab 27.6., Netflix)

Zum Artikel

Erstellt:
30. Mai 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
30. Mai 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2020, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Inhalt nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.