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Vogelgrippe

Geflügel muss landesweit in den Ställen bleiben

Da sich die Seuche in Europa immer weiter ausbreitet, verschärft Stuttgart die Regeln. Bislang sind im Südwesten keine Zuchtbetriebe betroffen

18.11.2016
  • PETRA WALHEIM

Stuttgart. Haus- und Nutzgeflügel hat ab sofort keinen Ausgang mehr. Agrarminister Peter Hauk (CDU) ordnete gestern für sämtliche Geflügelbetriebe im Land die Stallpflicht an. Damit soll verhindert werden, dass sich das stark krank machende Vogelgrippe-Virus H5N8 auch in Geflügelställen ausbreitet. Käme es dazu, müsste der gesamte Bestand getötet werden. In Österreich und Ungarn sowie in mehreren nördlichen Bundesländern sind bereits Geflügelbetriebe betroffen. Die Stallpflicht im Land gilt für über 32 500 Betriebe mit mehreren Millionen Tiere. Davon sind über 20 500 Legehennenställe.

Mit der Stallpflicht verbunden sind besonders intensive Hygienevorschriften für das Betreten und Verlassen der Ställe. Die Schutzvorschriften gelten nun auch für Zoos, Wildtier- und Vogelparks im Land.

Bundesweit wurden regionale und überregionale Geflügelschauen abgesagt. Das Risiko der Übertragung des Virus sei zu groß, hieß es. In Baden-Württemberg will Hauk nur noch Lokalschauen zulassen. Experten betonen, das Virus sei für den Menschen ungefährlich. Bislang sei weltweit kein Fall bekannt, bei dem sich ein Mensch mit dem Virus H5N8 angesteckt habe. Das war 2006 anders. Als damals das Virus H5N1 grassierte, waren auch Menschen gefährdet. Auch Hunde und Katzen sind vom aktuellen Virus nicht bedroht. Trotzdem sind Hundehalter aufgefordert, ihre Tiere an die Leine zu nehmen. Hauk rät dringend davon ab, tote Vögel anzufassen. Wer einen solchen findet, soll ihn bei den Behörden melden.

Auslöser für die Verschärfung ist, dass sich die Geflügelpest in ganz Europa rasant ausbreitet. Das bayerische Umweltministerium sieht dagegen bislang keinen Bedarf für eine allgemeine Stallpflicht. Die Behörden beobachten die Entwicklung in Bayern und den Nachbarländern, und würden gegebenenfalls die „Maßnahmen anpassen“, teilt Umweltministerin Ulrike Scharf mit. So wurde unter anderem das Wildvogelmonitoring verstärkt. Bislang gilt die Stallpflicht in acht Landkreisen im Freistaat.

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18.11.2016, 06:00 Uhr

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