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Kommentar Hospital

Gegen Landrat und Kreistag

Das Horber Hospital hat als Einrichtung der Spitalstiftung 651 Jahre lang Nöte und Krisen überstanden. Doch von Gesundheitspolitikern auf Bundes- und Landesebene finanziell und strukturell ausgehungert, brauchte der Landkreis Freudenstadt nur noch 9 Jahre lang aktive Sterbehilfe zu leisten, um die Leben rettende Einrichtung dem Tode zu weihen. Seit der Kreistag am Montag beschlossen hat, das Hospital zu schließen, schien in der Horber Bürgerschaft eine gewisse Sprachlosigkeit zu herrschen. Doch den ersten Leserbriefen folgte ein Schreiben des Nordstetters Rudolf Bok an Oberbürgermeister Peter Rosenberger, den Vorsitzenden der Krankenhaus-Bürgerinitiative Reiner Klinger sowie an Stadt- und Kreisrat Daniel Wochner.

21.12.2012

„Die Entwicklung der letzten Tage zeigt mir, dass wir von Freudenstadt keine Unterstützung erhalten“, stellt Bok fest. „Um der Umsetzung der Kreisbeschlüsse vom 17. Dezember 2012 noch ,in letzter Minute’ vorzubeugen, schlage ich vor, den Rechtsweg zu beschreiten, nachdem von Ihnen allen bisher ein Übermaß an Kooperationsbereitschaft gezeigt wurde. Konkret empfehle ich, seitens der Stadt gerichtlich die Umsetzung und Vollendung des vom Kreistag beschlossenen Ausbaus und Erhalts des Krankenhauses Horb zu fordern.“

Nach Rudolf Boks Einschätzung liegt „eine Pflichtverletzung des Landrates“ vor, „was eine Dienstaufsichtsbeschwerde notwendig erscheinen lässt“. Der Bürger glaubt nicht, „dass der neue Kreistagsbeschluss die aus dem früheren Beschluss hervorgegangenen Rechte aufhebt“. Deshalb schlägt er vor: „Um vollendeten Tatsachen zum 1. Januar 2013 vorzubeugen, wäre ergänzend beziehungsweise parallel eine kurzfristige einstweilige Verfügung gerichtlich zu beantragen. […] Ich bin überzeugt, dass die Bürgerschaft dabei voll hinter Ihnen steht und Sie mutig mit öffentlicher Begleitung diesen Weg beschreiten können.“ Rudolf Bok: „Dies sind meine Gedanken als Horber Bürger und als Mitglied der Bürgerinitiative pro Krankenhaus Horb, nachdem auch ich frustriert von der Kreistagssitzung am 17. Dezember zurückgefahren bin.“ Andreas Ellinger

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21.12.2012, 12:00 Uhr

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