Gehälter: Einkommen verdoppelt sich im Laufe des Berufslebens

19.12.2019

Bild: unsplash.com/ruthson_zimmerman

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Wer mit 20 Jahren in den Job startet, verdient am Ende seines Erwerbslebens fast das Doppelte wie zu Beginn. Am Anfang des Berufslebens beträgt das durchschnittliche Jahreseinkommen gut 30.000 Euro, 60-Jährige beziehen im Schnitt ein Gehalt von knapp 59.000 Euro. Besonders hoch ist der Gehaltsanstieg in der ersten Hälfte des Arbeitslebens. Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie „Gehaltsbiografie 2019“, für die das Onlineportal gehalt.de über 216.000 Datensätze ausgewertet hat.

Bei Führungskräften ist der Gehaltssprung im Laufe der Karriere am größten: Verdienen junge Entscheider durchschnittlich knapp 63.000 Euro im Jahr, sind es zum Ende des Arbeitslebens fast 130.000 Euro – ein Gehaltszuwachs von rund 105 Prozent. Führungskräfte kommen über ihr gesamtes Berufsleben hinweg auf ein Gehalt von rund 3,7 Millionen Euro, bei Fachkräften ist es mit 1,8 Millionen Euro knapp die Hälfte.

Bildung, Unternehmensgröße und Region beeinflussen das Einkommen

Die Studie hat zudem analysiert, welche weiteren Faktoren Einfluss auf die Höhe des Einkommens haben. Wenig überraschend ist der Bildungsgrad entscheidend: Je höher der Abschluss, desto lukrativer ist das Gehalt. Eine Fachkraft mit akademischem Hintergrund verdient bis zu 70 Prozent mehr als ein vergleichbarer Mitarbeiter ohne Studienabschluss.

Auch die Unternehmensgröße spielt eine Rolle: Große Unternehmen zahlen teils weit höhere Gehälter als kleine Firmen. Die Studie hat Unterschiede von bis zu 85 Prozent bei vergleichbarer Beschäftigung ermittelt.

Darüber hinaus zeigt die Studie, dass es regionale Unterschiede bei den Einkommen gibt, und bestätigt damit die Ergebnisse der Untersuchung Gehaltsatlas 2019: In Süddeutschland werden vergleichsweise hohe Gehälter gezahlt, in den neuen Bundesländern die niedrigsten.

Höhere Gehälter in wettbewerbsintensiven Branchen

Gehälter und Gehaltsentwicklung sind zudem branchenabhängig. Jobs in den Medien und im Kreativsektor sind in der Regel weniger lukrativ. In Maschinenbau, Pharmazie, Automobilindustrie und im Finanzbereich werden hingegen hohe Löhne gezahlt. Hier herrscht oft ein starker Wettbewerb um Arbeitskräfte, das treibt die Gehälter nach oben.

Deutlich wird das am Beispiel des Bankenwesens: Hier ist bereits das Einstiegsgehalt mit durchschnittlich gut 36.000 Euro vergleichsweise hoch, bei Fachkräften steigt es im Laufe des Berufslebens bis auf knapp 70.000 Euro. Führungskräfte verdienen im Alter von 60 Jahren im Schnitt sogar fast 177.000 Euro jährlich. Zum Finanzsektor gehören nicht nur Banken und Sparkassen, sondern auch Finanzdienstleister wie Swiss Life Select, die in erster Linie Anlageberatung und Finanzportfolioverwaltung betreiben.

Berufe mit geringem Gehaltsanstieg

In einigen Berufen gibt es auch nach vielen Arbeitsjahren kaum einen wahrnehmbaren Gehaltsanstieg: Die Einkommen von Kellnern, Friseuren und Berufskraftfahrern steigen zwischen dem dritten und neunten Berufsjahr nur im einstelligen Prozentbereich. Zum Vergleich: Ein Versicherungsberater ohne Studienabschluss kommt im selben Zeitraum auf einen Gehaltsanstieg von fast 50 Prozent.

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Erstellt:
19.12.2019, 14:51 Uhr
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zuletzt aktualisiert: 19.12.2019, 14:51 Uhr

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