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Geld für Fotos vom Reiseziel
Erhält Geld fürs Reisen: „Influencer“ Maximilian Münch. Foto: dpa
Instagram

Geld für Fotos vom Reiseziel

Der Tourismus setzt auf eine neue Form des Marketing und zahlt jungen Leuten dabei viel Geld.

12.01.2017
  • DPA

Dresden. Eine sächsische Brücke, die sich kreisrund im Wasser spiegelt. Ein junger Mann auf einem Felsvorsprung in der Sächsischen Schweiz. Maximilian Münch hat davon Bilder gemacht – und auf seinem Instagram-Profil veröffentlicht. Auf den ersten Blick kommen sie wie ästhetisch anspruchsvolle Urlaubsbilder im Quadratformat daher. Doch es handelt sich um Werbung, Münch hat dafür Geld vom Freistaat Sachsen bekommen.

So wie Sachsen spannen viele Urlaubsregionen und Reiseanbieter Instagram-User für ihr Marketing ein. In Deutschland setzen unter anderem Tui, Neckermann und das Münsterland darauf. Besonders begehrt als Werbeträger: Als einflussreich geltende Nutzer, die sogenannten Influencer mit Hunderttausenden Followern.

Einer von ihnen ist Maximilian Münch alias muenchmax. Er hat sich eine Online-Gefolgschaft von rund 317 000 Usern aufgebaut. Seit Ende 2014 verdient er sein Geld mit dem Veröffentlichen von Reisebildern. Etwa 40 Länder hat der schmale Mittzwanziger dafür bislang bereist – finanziert wird er dabei vor allem von den Destinationen.

Für jedes gepostete Bild bekommt der gebürtige Chemnitzer einen drei- bis vierstelligen Betrag. Seine Spezialität: Bilder von rauer Natur in gedeckten Farben, auf denen der Mensch allenfalls als Randnotiz auftaucht. Tausendfach werden sie mit dem „Gefällt mir“-Herzchen markiert.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) weiß um das Potenzial von Social Media. Ihren Angaben nach informieren sich mehr als 85 Prozent der ausländischen Gäste vor und während ihrer Deutschlandreise online. „Entsprechend hat sich Social Media als integraler Bestandteil der Digitalstrategie der DZT fest etabliert“, sagt eine Sprecherin.

Aber nicht nur Influencer, sondern auch User, die einfach gerne Schnappschüsse hochladen, mischen beim Marketing mit. Sie markieren zum Beispiel bereitwillig Bilder mit offiziellen Kampagnen-Hashtags. Als Vermittler zwischen Werbetreibenden und Influencern fungieren spezielle Agenturen, zum Beispiel die Berliner Internetplattform Brandnew. dpa

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12.01.2017, 06:00 Uhr

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