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Blick in die Welt

Geldstrafe für Schläge gegen Heino Ferch

Ein Ex-Fußballprofi muss 6000 Euro Strafe zahlen, weil er den Schauspieler Heino Ferch geschlagen hat. Das hat das Amtsgericht München geurteilt.

03.11.2015
  • BRITTA SCHULTEJANS, DPA

München Auf der Wiesn fließt das Bier in Strömen - später fliegen die Fäuste. Das kommt öfter vor. Zum Medienspektakel wird es, wenn ein Prominenter betroffen ist - wie der Schauspieler Heino Ferch.

Das Amtsgericht München hat gestern das Urteil gegen einen 32 Jahre alten Ex-Fußballprofi gefällt, mit dem Ferch 2014 auf einer After-Wiesn-Party in einem Club aneinandergeraten war. Sein Kumpel wird freigesprochen, weil nicht nachgewiesen kann, dass er an der Auseinandersetzung beteiligt war.

Der 32-Jährige, der heute als Versicherungsmakler arbeitet, wird wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt: 6000 Euro (120 Tagessätze). Es könnte mehr werden: Der Staatsanwaltschaft zufolge ist Ferch für einen geplanten Filmdreh ausgefallen. Der Schaden der Produktionsfirma: 300 000 Euro. Nicht ausgeschlossen, dass sich die Produktionsfirma das Geld zurückholen möchte.

Der 32-Jährige ist nach Angaben seines Anwalts wegen des Prozesses in einer schwierigen finanziellen Situation. Er habe Kunden verloren. "Man wollte nicht mehr mit mir zusammenarbeiten", heißt es in einer verlesenen Erklärung.

Ferch und seine Frau hatten die Ereignisse am ersten Prozesstag geschildert, waren danach aber nicht mehr vor Gericht erschienen.

Was genau sich am frühen Morgen des 28. September 2014 im Club abspielte, ist nicht restlos geklärt - trotz (oder wegen) vier streckenweise absurd anmutenden Prozesstagen, in denen zeitweise noch ein Gutachten gefordert wurde, ob Ferch nun Links- oder Rechtshänder sei. Die Richterin: "Es ist ein einziges Tohuwabohu."

Für das Gericht ist nur klar, dass es Streit gab, dass der 52-jährige Ferch ("der deutsche Bruce Willis", wie ihn die Verteidigung nennt) mit Eiswürfeln aus einem Getränkekühler auf die Gruppe des Angeklagten warf - und dass der jetzt verurteilte Angeklagte daraufhin zuschlug. Dabei hatte er - nach Berechnung einer Gerichtsmedizinerin - wohl 2,1 Promille Alkohol im Blut, vielleicht sogar noch mehr. Ferch erlitt Risswunden am Ellbogen, eine fünf Zentimeter lange Schnittwunde am Knie, eine Jochbogenprellung mit Platzwunde und ein blaues Auge.

Die Beweisaufnahme hat ein wenig unter Erinnerungslücken gelitten. Der Angeklagte hatte drei Stunden nach der Schlägerei noch 1,6 Promille im Blut gehabt. Manche Zeugen nicht (viel) weniger.

Geldstrafe für Schläge gegen Heino Ferch
Filmstar Heino Ferch erlitt mehrere Verletzungen. Foto: dpa

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03.11.2015, 12:00 Uhr

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