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Beschleunigung auf der Datenautobahn

Gemeinde Ammerbuch investiert für schnelleres Netz

Im kommenden Jahr will die Gemeinde Ammerbuch 100.000 Euro investieren, um die weißen Flecken der Gemeinde in der Breitbandversorgung zu schließen.

11.10.2012
  • Uschi Hahn

Ammerbuch. Ohne ein schnelles Internet ist man im Informations-Zeitalter schnell abgehängt. Das gilt für Privathaushalte genauso wie für Firmen. So gesehen, leben und arbeiten die meisten Altinger ziemlich hinter dem Mond. Denn mit Ausnahme des Wohngebiets Breite-West, das ans Netz der Kabel-BW angeschlossen ist, liegt die Datenübertragungsrate übers Telekom-Netz in dem Ammerbucher Teilort bei lahmen 0,2 bis 2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Das gilt auch fürs Gewerbegebiet Hagen, das demnächst erweitert werden soll.

Als akzeptable Breitbandgrundversorgung gilt in Baden-Württemberg derzeit noch ein Wert von 1 Mbit/s; er soll auf 2 Mbit/s angehoben werden. Und das ist wenig genug. Schließlich ist erst ab einer Rate von 6 Mbit/s eine Übertragung von Spielfilmen in Echtzeit möglich. Für die gleichzeitige Nutzung von Internet, Internetfernsehen und Internet-Telefonie sind 16 Mbit/s nötig.

In Entringen müssen Telekom-Kunden mit 1 bis 2 Mbit/s auskommen. Zwar bietet Kabel-BW eine schnelle Alternative. Aber nicht in allen Straßenzügen. Die Telekom will, wie Tom Michael vom Ammerbucher Hauptamt am Montag im Gemeinderat sagte, wohl im kommenden Jahr mit einem neuen Verteiler Abhilfe schaffen.

Besser ist Pfäffingen dran, wo die Telekom die Daten mit 10 bis 16 Mbit/s durchs Kabel jagt und auch Kabel-BW für viele eine Alternative bietet. Aber auch hier gibt es unterversorgte Straßen. Ähnliches gilt für Poltringen. Reusten hat es gut, weil dort Kabel-BW eine flächendeckende Alternative zum lahmen Telekom-Netz bietet. In Breitenholz hat die Telekom vor zwei Jahren einen schnellen Verteiler, einen sogenannten Outdoor-DSLAm errichtet. Aber erst, nachdem sie 110 Neukundenverträge abgeschlossen und Zuschüsse von Bürgern und Gemeinde erhalten hat.

Schon in den vergangenen Jahren hat die Gemeinde mit der Verlegung von Leerrohren und Glasfaserkabeln die Basis für eine bessere Breitband-Versorgung gelegt. Erst im Sommer hat sich die Gemeinde dabei an Kabelarbeiten entlang der Ammertalbahn gehängt. Auch künftig will man hier investieren. Erste Priorität hat aus Verwaltungssicht der Lückenschluss in Altingen. Die zweite Priorität liege in einer flächendeckenden Anbindung von Entringen. Im Haushaltsplan für 2013 sollen dafür 100 000 Euro stehen.

Den Vorwurf von GAL-Rat Wolfgang Bleicher, die Gemeinde gehe mit der Konzentration auf Glasfaserkabel zugunsten der Telekom in Vorleistung, ließ Bauamtsleiter Hans Prospero nicht auf sich sitzen: Die Kabel-BW verlange noch Geld „dafür, dass sie ihre Kabel liefert und die Gemeinde sie dann verbuddelt“.

Der FWV-Rat Jochen Wellhäußer verwies auf EU-Geld, das man für die Beseitigung der weißen Flecken abrufen könne. Prospero allerdings verspricht sich mehr von den Fördermöglichkeiten in den Breitband-Modell-Regionen, zu denen der Kreis Tübingen gehört.

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11.10.2012, 12:00 Uhr

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