Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Mit viel Bürokratie verbunden

Gemeinderat Hirrlingen beschloss neue Abwassergebührenordnung

Eine neue Abwassergebührenordnung hat am Dienstag der Hirrlinger Gemeinderat beschlossen. Außerdem stimmte der Rat den Plänen fürs neue Feuerwehrhaus zu.

23.09.2010
  • Martin Zimmermann

Hirrlingen. Politikverdrossenheit ist anderswo. Über mangelndes Interesse an der Kommunalpolitik konnte sich der Hirrlinger Gemeinderat nicht beklagen: 20 Bürger waren zur öffentlichen Sitzung erschienen.

Der Hirrlinger Gemeinderat hatte ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs zur Neuordnung der Abwassergebühren umzusetzen. Für die Gemeinde sei dieses „gut gemeinte, aber noch lange nicht gut gemachte Urteil“, so Bürgermeister Manfred Hofelich, mit viel Bürokratie verbunden.

Die Berechnung der Gebühren funktioniert grob gesagt so: Auf Basis der automatisierten Liegenschaftskarte wird für jedes Grundstück ein Abflussfaktor bestimmt. Dieser errechnet sich aus der Summe der Dachflächen, Wege und Stellplätze, kurz der versiegelten Fläche. Dabei werden jedoch Gründächer, Zisternen und Sickerungsanlagen mitberechnet und nach so genannten Abflussbeiwerten unterschieden: Vollständig versiegelte Fläche, wie Asphalt, wird mit dem Faktor 0,9 berechnet, Pflastersteine und Gründächer unter 12 Zentimeter Dicke mit dem Faktor 0,6 und Gründächer über 12 Zentimeter Dicke mit dem Faktor 0,3. Zisternen werden von der Fläche abgezogen. Außerdem wird berücksichtigt, ob die Zisterne einen Überlauf in die Kanalisation hat und ob das Zisternenwasser zur Gartenbewässerung oder als Brauchwasser verwendet wird.

Der Gemeinderat folgte in dem Beschluss den Vorschlägen des beauftragten Büros Heyder. Bürgermeister Hofelich meinte zur neuen Gebührenordnung: „Ein paar werden leiden, einige wenige profitieren, die meisten werden es gar nicht merken.“ Zur Information der Hirrlinger Bürger werde zu gegebener Zeit noch eine Info-Hotline eingerichtet.

Außerdem stimmte der Gemeinderat den Plänen für das neue Feuerwehrhaus zu. Dieses soll neben dem Bauhof entstehen. Das Gebäude, dessen Baukosten auf maximal 725 000 Euro gedeckelt wurde, soll neben drei Fahrzeugboxen auch Umkleiden, Schulungsräume und eine Atemschutzwerkstatt erhalten. Ein Bauausschuss, gebildet aus Mitgliedern des Gemeinderats, der Feuerwehr und dem Bauhofleiter, hatte den Entwurf bereits gebilligt.

Für die Grüngutanlieferung am Häckselplatz wurden Gebühren von einem Euro pro Sack und fünf Euro pro PKW-Ladung erhoben. Ein Gegenantrag von Gemeinderat Dietmar Zug das Anliefern gebührenfrei zu halten, wurde bei zwei Gegenstimmen abgelehnt.

Der Gemeinderat genehmigte den ortsansässigen Geschäften einen verkaufenen Sonntag am 3. Oktober. An diesem „Tag der offenen Denkmale“ können im Ort diverser denkmalgeschützte Gebäude besichtigt werden.

Bürgermeister Hofelich informierte außerdem über einen Kredit von 51 000 Euro, der zu günstigen Bedingungen für die Sanierung des Schulgebäudes aufgenommen wurde. An dieser Baustelle geht es Gemeinderat Hans Pfemeter „zu langsam voran“. Manfred Hofelich sagte, er teile diesen Eindruck, und versprach „Druck zu machen“. Gut voran gehe dagegen die Sanierung des Kindergartens. Dort wurden durch die Eigenleistung ehrenamtlicher Helfer wichtige Vorarbeiten für die Isolierung abgeschlossen.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

23.09.2010, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball