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Für mehr Leben im Bürgerpark

Gemeinderat genehmigt nächsten Abschnitt mit Skateanlage und Wasserspielen

Der Bürgerpark vor der Stadthalle bekommt wie geplant eine Skateanlage und ein Wasserspiel. Dies hat der Gemeinderat am Dienstag beschlossen. Den vierten Bauabschnitt ab August genehmigte er trotz überplanmäßiger Ausgaben von 147 000 Euro.

02.07.2015
  • maik wilke

Reutlingen. Selbst zu fortgeschrittener Stunde waren die Räte am Dienstagabend bei den Beschlüssen zur vierten Bauphase des Kulturplatzes noch diskussionsfreudig. In diesem Planabschnitt soll unter anderem das Wasserspiel entworfen und der Baubeschluss für die Skateanlage vorbereitet werden.

Um die zusätzlichen 147 000 Euro zu decken, die durch gestiegene Baukosten entstanden, schlug Rainer Löffler (CDU) vor, die Verwaltung solle die Vorbereitung für die Vergabe der Skateranlage vertagen. Beispielsweise auf die Konsolidierungsklausur am 17. und 18. Juli. Womit er sich gleich einen Rüffel von Linken-Rätin Jessica Tatti abholte: „Dass nun schon wieder auf die Skateanlage geschielt wird, um die Kosten zu reduzieren, ist mir unbegreiflich. Daran haben sich so viele Jugendliche beteiligt.“ Auf die Wasserspiele könnten die Linken dagegen verzichten und stimmten geschlossen gegen die plätschernden Fontänen. „Wasser hat‘s in der Echaz genug“, so Tatti.

Einen Schritt weiter ging Jürgen Straub (WiR), der nicht nur den Bau von Wasserspiel und Skateanlage verschieben, sondern die weitere Planung für den Kulturplatz gleich komplett auf Eis legen wollte. „Ohne Wasser gibt’s auch kein Eis“, konterte Jürgen Fuchs (FWV). Auch Verwaltungsbürgermeister Robert Hahn stand einer Verschiebung kritisch gegenüber: „Das wäre nur schwer vermittelbar, weil Sie als Gemeinderat der Skateanlage im Rahmen dieses Betrags zugestimmt haben.“

Einig waren sich dagegen SPD, FDP und Grüne. Sozialdemokrat Ramazan Selcuk, der den Bürgerpark als „Filetstück“ der Stadt bezeichnete, fasste die Notwendigkeit der beiden Elemente zusammen: „Was wir brauchen, ist Leben auf diesem Gebiet. Der Skaterpark und das Wasserspiel gehen Hand in Hand. Wenn wir das realisieren, erreichen wir auch eine Belebung des Parks.“ Dies wurde von FDP-Rätin Regina Vohrer bestätigt: „Auf diesem prominenten Platz darf nichts schief gehen. “ Die Skateanlage aufzuschieben, so Gabriele Janz von den Grünen, könne man sich nicht leisten. Der Jugendgemeinderat habe betont, wie wichtig dieses Angebot wäre. „Das sind unsere zukünftigen Stadtbewohner, denen wir entgegen kommen müssen.“

Nach der munteren Diskussion wurden die Planung des Wasserspiels und die Vergabe des Baubeschlusses für die Skateanlage letztendlich getrennt abgestimmt. Um das Wasserspiel zu erhalten, schlug die Stadtverwaltung vor, die außerplanmäßigen 147 000 Euro bei der Umsetzung der energieeffizienten Straßen-Beleuchtung einzusparen. Bei nur fünf Gegenstimmen fand der Vorschlag großen Zuspruch. Die Skateanlage, die 2016 gebaut werden soll, war dagegen deutlich umstrittener (11 Gegenstimmen). CDU und WiR votierten gegen eine jetzige Vorbereitung der Baubeschlussvergabe.

Gemeinderat genehmigt nächsten Abschnitt mit Skateanlage und Wasserspielen
Grünfläche, Wasserspiel, Sitzgelegenheiten und Skateanlage sollen den Reutlinger Bürgerpark attraktiv machen.Grafik: Stadtverwaltung

Die überplanmäßigen Ausgaben von 147 000 Euro für den vierten Bauabschnitt des Bürgerparks wurden vom Bauausschuss genehmigt. Jedoch ohne zu erklären, wo das fehlende Geld herkommen könne. „Ich war schon etwas verwundert darüber, dass der Bauausschuss Mehrkosten genehmigt, ohne einen Deckungsvorschlag zu machen“, erklärte OB Barbara Bosch am Dienstag vor dem Gemeinderat. Dass man es dann der Verwaltung oder dem Finanzausschuss überlasse, wo die Mittel eingespart werden könnten, dürfe nicht sein. „Da bitte ich in Zukunft um mehr Disziplin. So wollen und können wir nicht arbeiten.“

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02.07.2015, 12:00 Uhr

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