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Reihenhäuser wurden vom Markt nicht angenommen

Gemeinderat leitete die Änderung des Bebauungsplans „Kreuzerfeld-Süd“ ein

Freude machte sich breit im Rottenburger Gemeinderat, als es um eine Änderung des Bebauungsplans „Kreuzerfeld-Süd“ ging. Grund dafür ist die Absicht der Kreisbau Tübingen, auf zwei Baufeldern entlang der Willy-Brandt-Straße zwei Wohnblöcke zu bauen, in denen sie mindestens ein Drittel der Wohnungen in Kooperation mit der Stadtverwaltung zu vergünstigter Miete anbietet.

21.05.2015
  • gef

Rottenburg. Es geht um insgesamt 28 Wohnungen, untergebracht in zwei dreistöckigen Blocks zu je 14 Einheiten. Es müssten also mindestens acht Wohnungen mit reduzierter Miete angeboten werden.

Bisher sieht der Bebauungsplan in diesem Bereich des Wohngebiets Reihenhäuser vor. Eines der vier etwa gleich großen Grundstücke ist bereits bebaut (auf unserem Foto ist es hinten links an der Straße zu erkennen). Auf einem weiteren sind die Planungen schon so weit gediehen, dass die notarielle Teilungserklärung gemacht ist. Diese Parzelle liegt zwischen den beiden der Kreisbau, deren erste auf dem Foto vor dem eingerüsteten Haus zu sehen ist. Wie die Gebäuderiegel der Kreisbau künftig ungefähr gestaltet sind, zeigt die Visualisierung rechts (sie stammt aus der Planungswerkstatt Dietz-Kirelli).

Die Gebäudehöhen und das Gebäudevolumen sollen sich durch die Änderung nicht ändern. Auch nicht die maximale Wohnungszahl. Theoretisch hätten in den 14 Reihenhäusern minimal 14 Familien leben können, maximal 28. Pro Reihenhaus waren ein bis zwei Wohnungen festgesetzt. Doch gerade dieses Reihenhausformat erwies sich als „nicht marktgängig“, wie es die Stadtverwaltung formulierte. Denn Reihenhäuser mit 160 und mehr Quadratmetern Wohnfläche sind für junge Familien meist zu teuer oder, wenn das Geld da wäre, gegenüber einem Einfamilienhaus weniger attraktiv. Weil die beiden nun geplanten Geschosswohnungsbauten jeweils eine Tiefgarage bekommen, bleibt oberirdisch mehr freie Fläche – bei Reihenhäusern hätten die Autos auf den Grundstücken untergebracht werden müssen.

Die Nachfrage nach günstigen Mietwohnungen sei ungebrochen stark, sagte Baubürgermeister Thomas Weigel. Voriges Jahr habe die Verwaltung 141 Wohnberechtigungsscheine ausgestellt, 300 Suchende für eine Sozialwohnung seien registriert gewesen. Das sei eine Zunahme von 20 Prozent in den zurückliegenden zwei Jahren. Die Situation bei den Asylbewerbern und Flüchtlingen lasse erwarten, dass sich dieser Trend nicht umkehrt.

Wie schon beim geplanten Projekt „Spitalhof“ füllt auch hier die Stadt Rottenburg die Deckungslücke zwischen dem Betrag, den die Kreisbau aufgrund der Baukosten verlangen müsste, und der Verbilligung durch das Landeswohnraumförderprogramm. Im Gegenzug erhält die Stadt das Recht, Mieter vorzuschlagen. Andere, private Bauträger, erklärte Oberbürgermeister Stephan Neher auf Nachfrage aus dem Rat, hätten kein Interesse gehabt, nach diesem Modell zu bauen. Die Planänderung wird nun öffentlich ausgelegt, so dass Bürger und Behörden Stellungnahmen dazu abgeben können.

Gemeinderat leitete die Änderung des Bebauungsplans „Kreuzerfeld-Süd“ ein

Gemeinderat leitete die Änderung des Bebauungsplans „Kreuzerfeld-Süd“ ein

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21.05.2015, 12:00 Uhr

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