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Gut im Geschäft

Gemeindewerke mit positiver Bilanz

Es gibt noch Luft nach oben. Aber die Gemeindewerke Ammerbuch sind schon ganz gut im Stromgeschäft. Am Montag legte die Geschäftsführung dem Gemeinderat eine positive Bilanz für 2013 vor – mit guten Aussichten für 2014.

24.09.2014
  • uha

Ammerbuch. Im Sommer 2009 fingen sie mit 580 Kunden an. Die hatten die zu Jahresbeginn gegründeten Gemeindewerke Ammerbucher (GWA) vom Mitgesellschafter, den Stadtwerken Tübingen (SWT), übernommen. Im Mai 2014 bezogen bereits 1673 Ammerbucher Haushalte und Betriebe ihren Strom von den GWA. Das sind nahezu 30 Prozent der potenziell rund 6200 Kunden in der Gemeinde.

Ziel sei, so der SWT-Vertriebsleiter und GWA-Geschäftsführer Reiner Zinser, bis zum Jahr 2019 die Hälfte der Stromanschlüsse zu beliefern. Damit wären die GWA Grundversorger in Ammerbuch, wo derzeit 87 Lieferanten um die Kundschaft buhlen. Die meisten Kunden hat mit 3432 immer noch der Energie-Riese EnBW, bis Ende 2008 Netzbetreiber in Ammerbuch.

Mit einem Anteil von 24 Prozent Ökostromkunden stehen die Gemeindewerke sogar besser da als die Tübinger Stadtwerke. Den Aufpreis für regenerative Energie bezahlen auch zwei große Gewerbekunden, die alleine insgesamt 1,6 Millionen Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr beziehen, wie Andrea Hermann, Geschäftsführerin seitens der Gemeinde Ammerbuch berichtete.

Insgesamt erlösten die GWA im Jahr 2013 aus dem Stromvertrieb knapp 1,63 Millionen Euro, gegenüber 2012 ein Zuwachs von 22,5 Prozent. Es blieb ein Plus von 43 000 Euro. Mit dem Gewinnvortrag vom Vorjahr ergibt sich ein Bilanzgewinn von knapp 72 000 Euro. Die sollen in die Rücklagen wandern, wie der Gemeinderat einstimmig beschloss.

Dieses Jahr streben die GWA einen Überschuss von 52 000 Euro an. Dazu soll auch die Produktion der eigenen Fotovoltaikanlagen beitragen. Sonnenstrom erzeugen die GWA auf den Dächern des Poltringer Wasserwerks, auf der Pfäffinger Kinderkrippe, auf dem Kindergarten Am alten Ämmerle in Altingen sowie auf dem Dach der Wolfsbergschule in Reusten. Wegen der veränderten Einspeisevergütung lohnen sich neue Anlagen nur dort, wo der Sonnenstrom direkt auf dem Grundstück genutzt werden kann, erläuterte Herrmann.

Gemeindewerke mit positiver Bilanz
Gutes Geschäft mit der Sonne: Auf den Dächern des Poltringer Wasserwerks produzieren die Gemeindewerke Ammerbuch eigenen Solarstrom. Archivbild: Grohe

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24.09.2014, 12:00 Uhr

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