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Ein Energiebündel für Ammerbuch

Gemeinsam für Klimaschutz aktiv

Die Energietage sind tot, es lebe das Energiebündel! Auf diesen Punkt lässt sich eine neue Initiative aus Ammerbuch und Umgebung bringen.

31.08.2012
  • Uschi Hahn

Ammerbuch. Mit einer Woche fing es an. Im Jahr 2009 beteiligten sich in Ammerbuch zum ersten Mal Handwerker, Banken und die Gemeinde an den landesweiten Energietagen. Von Montag bis Freitag gab es bei den beteiligten Firmen Vorträge zum Energiesparen, zur Finanzierung von umweltgerechten Haussanierungen, Führungen zu gedämmten Häusern und Ausstellungen zur Fotovoltaik oder anderen Formen der umweltfreundlichen Energiegewinnung. Am Samstag dann wurde das Entringer Rathaus zur Energiesparzentrale – wieder mit Vorträgen, Vorführungen und Ausstellungen.

In den zwei Jahren danach waren die Ammerbucher Energietage dann schon deutlich geschrumpft. Programm war nur noch an drei Tagen geboten und die waren auch nur noch mäßig besucht. Die Idee, so schien es, hatte sich totgelaufen. „Die Aktionen waren teilweise unbefriedigend“, fasst Jörg-Walter Karl von der Entringer Zimmerei Karl den Frust der Beteiligten zusammen.

Doch die Energie-Aktivisten wollen nicht aufgeben. Im Gegenteil. Statt einmal im Jahr an ein paar Tagen für den Klimaschutz zu werben, wollen sie künftig zwölf Monate im Jahr gemeinsam aktiv und in der Öffentlichkeit präsent sein. So hat sich im Juli informell das „Energiebündel Ammerbuch“ formiert.

Bisher bestehe die Gruppe aus „fünf bis zehn Leuten“, sagt Karl – Vertreter von Firmen, Handwerksbetrieben und ebenso wie Architekten und andere interessierte Einzelpersonen. Auch die Klimaschutz-Agentur des Landkreises ist mit im Boot, ebenso die Gemeinde.

Aber was steckt hinter der Idee, die Aktivitäten zum Klimaschutz zu einem Energiebündel zusammenzuschnüren? „Das Energiebündel lebt davon, was jeder einzeln macht“, sagt der Zimmermann. Man sei „kein festes Aktionsbündnis“, wolle aber künftig mit einem gemeinsamen Logo auftreten (siehe Bild), im Gemeindeboten regelmäßig über Veranstaltungen der einzelnen Betriebe berichten oder auch mal gemeinsam Aktionen vorbereiten. Es handele sich um „keine neue Erfindung“, es gehe vielmehr darum, „das zu bündeln, was an Ideen und Aktionen da ist“.

So will Karl selbst noch im Herbst eine Baustellenführung zu einem energetisch sanierten Haus anbieten. Andere der Beteiligten seien dabei, Vortragsreihen zu organisieren, sagt der Entringer Handwerksmeister.

Mit zu den Gründern gehört auch Helmut Bauer. Der studierte Sozialwissenschaftler lebt in Entringen und hat vor 20 Jahren gemeinsam mit Kollegen das Umweltforschungsinstitut in Unterjesingen gegründet. Seit dem Umbau seines Hauses hat er Kontakt zur Zimmerei Karl und war sofort begeistert von der Idee des Energiebündels. Im liege der Klimaschutz „sehr am Herzen“, sagt der 52-Jährige. Die Auswirkungen des Klimawandels seien schon jetzt spürbar. „Und es wird schlimmer werden“, warnt Bauer.

Umso wichtiger sei deshalb, möglichst breit fürs Energiesparen und den pfleglichen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu werben. Dabei, so findet er, „macht es ja keinen Sinn, wenn alle zwei, drei Monate von irgendwoher irgendetwas zum Thema Energiesparen kommt.“ Besser sei es, die Aktivitäten zu bündeln, nach außen als Team aufzutreten und eine Art Corporate Identity zu schaffen.

Er kennt ähnliche Initiativen aus anderen Kommunen. Doch die Ammerbucher Mischung aus Handwerkern, Firmen, Banken, Initiativen und Einzelpersonen gebe es sonst kaum. „In dieser Breite kenne ich es nicht“, sagt Bauer. Ihm schweben regelmäßige Veranstaltungen vor, am liebsten monatlich. Wobei er an Vorträge, Besichtigen, Aktionstage oder auch Exkursionen denkt.

Info: Die offizielle Gründungsversammlung ist für Mittwoch, 12. September, um 18 Uhr im Bürgerhaus Kelter in Entringen geplant. Weitere Informationen gibt es per E-Mail unter info@energiebuendel-Ammerbuch.de

Gemeinsam für Klimaschutz aktiv

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31.08.2012, 12:00 Uhr

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