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Konzept

Gemeinsam für mehr Sicherheit

Mannheim und Ludwigshafen entwickeln eine Faltblatt für Störfälle. Die zeitliche Nähe zur BASF-Explosion ist Zufall.

25.10.2016
  • JAN MILLENET

Mannheim/Ludwigshafen. Nach der Explosion vergangenen Montag bei BASF in Ludwigshafen wirkt es fast wie eine Blitzreaktion aus gegebenem Anlass. Dabei ist die Präsentation der gemeinsam von den Städten Mannheim und Ludwigshafen herausgegebenen Störfallbroschüre lange geplant gewesen – und das zeitliche Zusammenfallen Zufall. „Man kann nie zu wenig informiert sein“, sagte Mannheims Erster Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Christian Specht. Neben der Störfallbroschüre, die Verhaltensregeln bei Gefahrensituationen sowie wichtige Telefonnummern bereithält, gibt es in beiden Städten ein Sirenen-Alarmsystem, Warnungen über die Apps Katwarn und Nina, Lautsprecherdurchsagen von Polizei und Feuerwehr sowie die Internetseiten der beiden Städte.

Die Broschüre selbst werde in Mannheim ab Mittwoch, in Ludwigshafen ab Samstag an insgesamt 270 000 Haushalte verteilt. „Wir haben durch die Ereignisse vor ein paar Tagen gesehen, wie wichtig es ist, die Bevölkerung schnell zu warnen“, sagte der Feuerwehrdezernent der Stadt Ludwigshafen, Dieter Feid. Zudem müsse die Bevölkerung wissen, was bei einem Störfall zu tun ist. Die Störfallbroschüre sieht er als ein Symbol für die Gemeinsamkeit der beiden Städte, die für eine gemeinsame Sicherheitsstruktur verantwortlich wären.

Ansturm auf Homepages

Dass mehrere Informationskanäle durchaus notwendig sind, zeigte sich ebenfalls am vergangenen Montag: Nach kurzer Zeit waren die Internetseiten der Städte teilweise nicht mehr erreichbar. „Wir werden nachanalysieren, was gut gelaufen ist und was besser gemacht werden kann“, sagte Feid. Das sieht auch Specht so: „Zwei Stunden nach dem Ereignis hatten wir 1,9 Millionen Klicks“, erklärte er. Viele der Nutzer holten sich jedoch nicht nur Informationen ein, sondern steuerten über die Internetseite unter anderem auch Web-Kameras an, um zum Beispiel die Rauchwolke erspähen zu können. Der Stadtserver sei dadurch überlastet worden.

Die Störfallbroschüre, an der sich 19 Unternehmen in Ludwigshafen und 25 in Mannheim beteiligen, ist quasi eine abgespeckte Version mit sämtlichen für die Bevölkerung wichtigen Informationen. Eine „Vollversion“ für Unternehmen werde es voraussichtlich ab Frühjahr 2017 geben. Diese sei dann unter anderem im Internet auf den Homepages der Städte verfügbar.

Derweil führt die Feuerwehr weiter Messungen durch. Die Messfahrzeuge fahren noch immer durch die Stadt und nehmen alle zwei Stunden eine Probe, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Zu hohe Werte seien bisher nicht registriert worden. Jan Millenet

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25.10.2016, 06:00 Uhr

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