Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Hannover

Gericht vertagt sich im Prozess gegen Zuckerkartell

Im millionenschweren Schadenersatzprozess gegen drei Zuckerhersteller soll zunächst für Klarheit in der Frage der Zuständigkeit des Landgerichts Hannover gesorgt werden.

04.04.2017
  • dpa

Hannover. Zum Verhandlungsauftakt am Dienstag sagte der Vorsitzende Richter, er gehe davon aus, dass im Falle des Zuckerherstellers Südzucker keine Zuständigkeit bestehe. Der Kläger, der Süßwarenproduzent Storck, beantragte die Klärung am Oberlandesgericht in Celle. Den Beklagten wurde eine Frist von zwei Wochen für Stellungnahmen eingeräumt. Der Prozess wurde vertagt, ein neuer Termin soll von Amts wegen festgelegt werden. Sowohl Südzucker als auch Pfeifer & Langen (Diamantzucker) hatten eine sogenannte Zuständigkeitsrüge ausgesprochen.

In diesem und einem weiteren Prozess geht es um Schadenersatzklagen wegen eines Zuckerkartells. Storck geht davon aus, überhöhte Preise für Zuckerlieferungen bezahlt zu haben. Die Schadenersatzforderungen belaufen sich auf 85 Millionen Euro, zudem klagt der Konserven- und Feinkosthersteller Jütro GmbH, der den Schaden auf 650 000 Euro beziffert. Hintergrund ist ein Kartell von Südzucker, Nordzucker sowie Pfeifer & Langen, für das das Bundeskartellamt 2014 Bußgelder von insgesamt 280 Millionen Euro verhängt hatte. Die Hersteller bestreiten, dass ihren Kunden ein Schaden entstanden ist.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

04.04.2017, 07:08 Uhr | geändert: 04.04.2017, 14:21 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball