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Autokorso statt Regatta

Gestern war der Neckar zu wild fürs Bieringer Kübelesrennen

Das Kübelesrennen auf dem Neckar mit selbst gebauten Schiffen, die der Phantasie keine Grenzen setzen, ist seit Jahren Höhepunkt der Bieringer Kirbe. Gestern mussten sich die Schiffer allerdings höherer Gewalt beugen und auf ihr Rennen verzichten.

27.09.2010
  • werner Bauknecht

Bieringen..Die Feuerwehr bestätigte gestern, was manche schon befürchtet hatten: Der Neckar war dieses Jahr zum reißenden Strom geworden, an eine Austragung des Kübelesrennens war nicht zu denken. „Ein Feuerwehrmann hat es am Startplatz getestet“, sagte Musikvereins-Vorstand Edgar Langheinz mit Bedauern in der Stimme, „aber es hat ihn gleich umgehauen, und er ist ins Wasser geflogen.“ Damit war Langheinz gezwungen, das Ereignis abzusagen. Zu gefährlich war das Schippern auf dem Neckar – nicht zuletzt, weil viele Kinder zu den Schiffsbesatzungen gehörten.

„Es haben sich 19 Teilnehmer gemeldet“, erzählte Stefan Speidel, Schriftführer des veranstaltenden Musikvereins: „Schade für die Leute!“ Sogar die Feuerwehr aus Bieringen/Jagst, dem Partnerort des hiesigen Bieringen, kam mit Kübel angereist. Doch Langheinz arbeitete an einem Kompromiss: Statt auf dem Neckar fuhren die schiffsähnlichen Vehikel in einem Autokorso über die Straße zum Festzelt.

Drauf also mit dem „Kübel“ auf den Anhänger, die Besatzungen eingestiegen – und los ging’s, entlang der Hauptstraße, über die Neckarbrücke zum Zelt. Und was gab es alles zu bestaunen: An der Spitze des Korsos die „Engel auf Wolke 7“, sieben Mädchen im Engelskostüm und Heiligenschein. Dann ein Wikingerschiff, mit Segelmast und Drachenkopf, gesteuert von einer fünfköpfigen Besatzung mit Helmen und Säbeln. Ganz am Ende des Korsos ein U-Boot, das U-0815, genannt „Dicke Berta.“ Ein Güllefass diente als Vorlage, sechs Mann Besatzung passen in das schwimmende Halbrund.

Den Hunderten von Zuschauern gefiel die Parade der Skurrilitäten. „Aber nächstes Jahr wird wieder geschwommen“ rief einer, die Nebenstehenden klatschten.

Der Kirbe im Festzelt tat die Fließgeschwindigkeit des Neckars hingegen keinen Abbruch: Zu Schlachtplatten gab es großes Blasmusikprogramm. Am heutigen Montag geht das Fest ab 15 Uhr die Kirbe mit einem Kinder- und Seniorennachmittag zu Ende, ab 16.30 Uhr ist ein Handwerkervesper mit Schälripple geboten.

Gestern war der Neckar zu wild fürs Bieringer Kübelesrennen
Dann halt wenigstens auf Rädern: CDU-Landtagsabgeordnete Monika Bormann (im Bild links auf dem Wagen) und CDU-Gemeinderätin Gabriele Hagner (rechts dahinter) grüßen vom „Biering-Enten“-Boot der Familie Langheinz.Bild: Ulmer

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27.09.2010, 12:00 Uhr

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