Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Mehr als je zuvor

Gewerbesteuer-Rekord erwartet

Die Tübinger Betriebe liefern heuer mehr Geld im Rathaus ab, als jemals zuvor in der Geschichte der Stadt: Die Verwaltung erwartet bei der Gewerbesteuer Rekordeinnahmen von über 37 Millionen Euro.

22.06.2012

Tübingen. Mit seinen traditionell reichen Kollegen im Städte tag kann sich Tübingens Kämmerer Berthold Rein damit noch lange nicht messen. Esslingen zum Beispiel rechnet mit 55 Millionen. Sindelfingen gar mit 60 Millionen Euro – und hadert mit seinem Schicksal, weil es in besseren Zeiten auch schon mal fast 140 Millionen waren. Trotzdem herrscht im Tübinger Rathaus eitel Freude ob des unverhofften Geldsegens.

Bereits im Haushaltsjahr 2011 übertraf die Gewerbesteuer den damaligen Planansatz von 26 Millionen um fast vier Millionen Euro. Diese Entwicklung fanden Rat und Verwaltung vielversprechend genug, um den Ansatz im Etat 2012 um weitere zwei auf 32 Millionen Euro aufzustocken. Für den Fall, dass die Steuerquellen doch nicht so üppig sprudeln sollten, wurde ein Teil der geplanten Ausgaben vorsorglich gesperrt. Das ist nun nicht mehr nötig: Am Montag hob der Gemeinderat die Sperrung auf, das Geld kann nun ausgegeben werden.

Zuvor hatte die Kämmerei die Fraktionen informiert, dass die Gewerbesteuer auch dieses Jahr wieder deutlich über das Plansoll hinausreichen wird, diesmal gleich um über fünf Millionen Euro. Statt der erwarteten 32 werden es am Ende des Jahres aller Voraussicht nach über 37 Millionen Euro sein – mithin noch ein paar Hunderttausender mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007.

SPD will mehr für die Schulen

Weil man nach der jüngsten Steuerschätzung vom Mai davon ausgehen darf, dass auch die übrigen Steuern am Ende eher über als unter dem Plansoll liegen dürften, wollte die SPD-Fraktion am Montag einen Teil der Mehreinnahmen für einen guten Zweck bunkern: Sie beantragte, die Sonderrücklage für den Ausbau der Gemeinschaftsschulen um 1,6 auf fünf Millionen Euro aufzustocken, um dringende Sanierungs- und Bauarbeiten in den Grundschulen am Hechinger Eck und auf der Winkelwiese anpacken zu können.

Der Antrag wurde von AL und FDP abgewehrt. Das von der SPD angeforderte Geld könnte, wenn sich dafür eine Mehrheit im Rat finden sollte, trotzdem für die beiden genannten Schulen abgerufen werden: nicht aus der Sonderrücklage, dafür aber aus der Allgemeinen Rücklage der Stadt. sep

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

22.06.2012, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball