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Wer schwer schuftet, schwitzt

Gewerkschaft: „Wasser-Flatrate“ für die Bauarbeiter im Kreis Tübingen

Non-Stopp-Sonnenschutz für die heißesten Sommer-Jobs: Bauarbeiter und Gärtner im Kreis Tübingen sollen sich bei Arbeiten in praller Sonne schützen. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) Südwürttemberg warnt davor, das UV-Risiko auf die leichte Schulter zu nehmen.

19.07.2014

Kreis Tübingen. „Auch wenn der Sommer in die zweite Halbzeit geht, gehört Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor griffbereit in jede Arbeitshose“, sagt Dieter Jakob. Der IG Bau-Gewerkschaftssekretär warnt vor der Gefahr von Hautkrebs. Ganz wesentlich dabei sei die Gesamtdosis an Sonnenstunden, denen ein Mensch im Laufe seines Lebens ausgesetzt sei. Neben der Sonnencreme sollten Bauarbeiter und Gärtner auch auf eine Sonnenbrille mit UV-Schutz achten. Ebenso auf eine vernünftige Kopfbedeckung und eine Kleidung, die möglichst viel vom Körper bedecke. „Auch schattige Plätze für die Pausen sind wichtig. Hier kann es schon helfen, ein Sonnensegel zu spannen“, so Jakob.

Alle 15 bis 20 Minuten ein volles Wasserglas

Hier seien auch die Arbeitgeber im Kreis gefragt. Generell verpflichte sie das Arbeitsschutzgesetz, mögliche Gefahren für ihre Beschäftigten zu ermitteln und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen, heißt es in einer Gewerkschaftsmitteilung. Das gelte natürlich auch für Arbeiten im Freien, wo Hitze und Sonnenstrahlen Gefahrenquellen sein können. Denn Sonnenschutz gehöre zum festen „Sommerprogramm beim Arbeitsschutz“.

„Auch das Durstlöschen ist Sache des Chefs. Gerade bei Sommertemperaturen ist eine ‚Getränke-Flatrate‘ ein Muss – Mineralwasser oder kalte Tees gehören zur Arbeit unter freiem Himmel auf Baustellen und beim Straßenbau sowie in Garten-, Sport- und Parkanlagen einfach dazu“, macht der Gewerkschaftssekretär deutlich.

Als Faustregel gelte alle 15 bis 20 Minuten ein volles Wasserglas. Trinken sollte man auch, wenn man an heißen Tagen keinen Durst hat. „Ständiger Flüssigkeitsnachschub ist wichtig. Wer schwer schuftet, schwitzt. Und wer dabei zu wenig trinkt, riskiert eine Menge: Kopfschmerzen, Konzentrationsverlust, Benommenheit, Übelkeit ...“, so Dieter Jakob. Gerade bei harter körperlicher Arbeit könne Wassermangel schnell zum Hitzschlag führen. Grundsätzlich sollten schwere Arbeiten ohnehin möglichst in die Morgenstunden verlegt werden, rät die IG Bau. ST

Gewerkschaft: „Wasser-Flatrate“ für die Bauarbeiter im Kreis Tübingen
Wer einen „heißen Arbeitsplatz“ unter freiem Himmel hat, soll regelmäßig und genug trinken, Pausen möglichst im Schatten machen und sich mit Sonnencreme schützen. Das gehört zum „Sommerprogramm beim Arbeitsschutz“ der IG BAU. Bild: Hütter

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19.07.2014, 12:00 Uhr

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