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München

Gewerkschaften kritisieren Linde-Aufsichtsratschef Reitzle

Linde-Beschäftigte haben am Donnerstag an mehreren deutschen Standorten gegen die geplante Fusion mit dem US-Gasekonzern Praxair protestiert.

27.04.2017
  • dpa

München. Sie fürchten den Verlust tausender Arbeitsplätze und der Mitbestimmung. Bei einer Kundgebung vor der Linde-Konzernzentrale in München kritisierte der bayerische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler den Linde-Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Reitzle: «Wenn Herr Reitzle die Fusion mit seiner doppelten Stimme im Aufsichtsrat durchpeitschen will, ist das ein Vorgang, der seinesgleichen sucht. Es kann keine Fusion gegen den Willen der Beschäftigten geben.»

Xaver Schmidt, der für die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie im Aufsichtsrat von Linde sitzt, sagte, ein hochprofitabler Traditionskonzern wie Linde eigne sich «nicht für Monopoly-Spielchen seines Aufsichtsratsvorsitzenden». Um die geplanten Synergien von jährlich einer Milliarde Euro zu heben, seien massive Stellenstreichungen zu erwarten. Linde brauche Praxair nicht.

Reitzle will die Fusion möglichst noch vor der Hauptversammlung am 10. Mai über die Bühne bringen.

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27.04.2017, 09:17 Uhr | geändert: 27.04.2017, 15:12 Uhr

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