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Kommentar zur Rente wegen Erwerbsunfähigkeit

Gezielte Hilfe

Ob mit 30 oder mit 50 Jahren – vorzeitig erwerbsunfähig zu werden, gehört zu den großen Ängsten jedes Arbeitnehmers.

20.03.2018

Von DIETER KELLER

Zu den gesundheitlichen kommen häufig auch große finanzielle Probleme. Eigentlich gehört es zu den zentralen Aufgaben der gesetzlichen Rentenversicherung, dieses Risiko abzudecken. Doch leider tut sie das äußerst unzureichend, wie die Zahlen des Arbeitsministeriums zeigen: Im Schnitt sind die Renten wegen Erwerbsunfähigkeit immer noch niedriger als die staatliche Grundsicherung. Ein unhaltbarer Zustand.

Die Politik hat dieses Thema seit Jahren stiefmütterlich behandelt. Es gab zwar Reformen. Aber die kamen immer nur Neufällen zugute, nicht dagegen Altfällen, weil das teuer geworden wäre. Dabei wäre das eine Möglichkeit gewesen, recht gezielt unverschuldete Armut zu bekämpfen. Ganz anders bei der Mütterrente: Die wurde für alle aufgestockt, auch für Mütter, denen bei weitem keine Altersarmut droht. Dafür wurden schon in der vergangenen Legislaturperiode sieben Milliarden Euro pro Jahr lockergemacht. Für die Erwerbsgeminderten dagegen war kaum Geld da.

Es geht nicht darum, die Mütter gegen die Erwerbsgeminderten auszuspielen. Aber die Erkenntnis ist alt, dass auch die Sozialversicherung das Geld nur einmal ausgeben kann. Dann bitte gezielt und nicht mit der Streubüchse an alle.

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Erstellt:
20. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
20. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. März 2018, 06:00 Uhr

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