Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Kommentar zur Ausweitung der Steuerförderung

Gießkanne im Regen

24.11.2016
  • Guido Bohsem

Berlin. Als die erste große Koalition unter Angela Merkel die steuerliche Förderung von haushaltsnahen Dienstleistungen einführte, ging es darum, die größte Rezession der Nachkriegszeit zu überwinden. Union und SPD wollten möglichst viel Geld möglichst effizient unters Volk bringen, um die Binnenkonjunktur anzukurbeln. Damit die Sache nicht ganz so plump daher kam, erklärte man das Steuergeschenk zum Instrument im Kampf gegen die Schwarzarbeit.

Dass die Regelung vieles leistet, nur eben nicht die Schwarzarbeit senkt, haben Wissenschaftler mehrfach nachgewiesen. Zudem steht das Land wirtschaftlich so prächtig da wie lange nicht. Die Steuererleichterung ist also etwa so nützlich wie ein Gartenschlauch bei Dauerregen. Das wissen die Verantwortlichen. Doch traut sich keiner, die Subvention wieder abzuschaffen. Schließlich nutzen den Trick mehr als zehn Millionen Steuerzahler. Und so wird weiter gefördert, bald mit mehr als zwei Milliarden Euro im Jahr. Erst wenn die Wirtschaft schlechter läuft, der Spardruck steigt, dürfte sich daran etwas ändern. Doch das ist bekanntlich der schlechteste Zeitpunkt dafür.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

24.11.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball