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Colmar

Giftmüll aus elsässischer Deponie bleibt unter der Erde

Der Großteil des Giftmülls aus einer umstrittenen Deponie im Elsass bleibt unter der Erde und wird nicht geborgen.

21.01.2019

Von dpa/lsw

Colmar. Stattdessen habe der französische Staat entschieden, mit der Abschirmung der Abfälle an Ort und Stelle fortzufahren, teilte die Präfektur des Départements Haut-Rhin am Montag mit. Umweltschützer kritisierten die Entscheidung.

In der Deponie Stocamine in Wittelsheim wurde seit 1999 gegen den Protest von Umweltschützern und Bürgerinitiativen Giftmüll wie Zyankali, Arsen und Quecksilber gelagert. Am 10. September 2002 brach in 535 Metern Tiefe ein Feuer aus, das erst nach Tagen gelöscht werden konnte. Seither ist die Anlage geschlossen. Die Deponie war auf bis zu 320 000 Tonnen giftigen Mülls ausgelegt, mehrere Zehntausend Tonnen wurden dort vor der Stilllegung eingelagert.

Bislang stand die Frage im Raum, was nach dem Brand mit dem Müll passieren sollte. Es sei riskanter, die Abfälle zu bergen als sie unterirdisch abzuschirmen, teilte die Präfektur nun mit. Außerdem wären hohe Investitionen für die Sicherstellung nötig. 95 Prozent der quecksilberhaltigen Abfälle seien zudem bereits aus der Deponie geholt worden. Das Grundwasser werde geschützt.

Der Umweltverein Alsace Nature geißelte die Entscheidung als unverantwortlich. Jeder wisse, dass die giftigen Stoffe eines Tages mit dem Grundwasser in Berührung kommen würden, sagte Stéphane Giraud, Direktor des Vereins. Die Risiken müssten künftige Generationen tragen. Studien, die zur Zukunft des gelagerten Mülls angefertigt wurden, seien bei der Entscheidung ignoriert worden.

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Erstellt:
21. Januar 2019, 20:46 Uhr
Aktualisiert:
21. Januar 2019, 19:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2019, 19:00 Uhr

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