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Alles schwarz

Gigantische Qualmwolke bei Lagerhallenbrand in Ludwigshafen

Die gigantische Qualmwolke war von drei Bundesländern aus sichtbar. Ein Großbrand hielt am Wochenende die Region um Ludwigshafen in Atem. Die Löschkräfte leisteten Schwerstarbeit.

24.06.2013

Von DPA

Ludwigshafen . Großalarm in Ludwigshafen: Am Samstagmittag wälzt sich eine tiefschwarze Qualmwolke über den Sommerhimmel. Der Rauch zieht über den Rhein nach Mannheim in Baden-Württemberg und ist selbst von Südhessen aus noch gut zu sehen. "Es sieht aus wie beim Weltuntergang", berichtete ein Augenzeuge in Ludwigshafen. Sie habe noch nie einen Brand mit derartig viel Rauch gesehen, sagte die Oberbürgermeisterin der rheinland-pfälzischen Stadt, Eva Lohse (CDU).

Ursache des Qualms war ein Feuer, das in einer Lagerhalle eines Logistik-Unternehmens auf der Parkinsel am Rhein ausgebrochen war. Der Schaden dürfte in die Millionen gehen. Das Feuer entstand nach Angaben der Feuerwehr im Dachbereich und griff auf die gesamte Halle über. Glück im Unglück: Der Brand wurde extrem heiß. Dadurch entstand eine Sogwirkung, die den Qualm hoch in die Atmosphäre steigen ließ, wo er vergleichsweise wenig Schaden anrichten konnte. Die Rauchwolke sah zwar dramatisch aus, Schadstoff-Grenzwerte wurden nach Angaben der Stadtverwaltung Ludwigshafen jedoch nicht überschritten.

Dennoch wurden die Menschen bis nach Südhessen hinein gebeten, Fenster und Türen zu schließen sowie Klimaanlagen auszuschalten. Zudem entschloss sich die Stadt Ludwigshafen, die nördliche Parkinsel zu evakuieren. Rund 2300 Bewohner eines Neubaugebiets mussten ihre Häuser verlassen. Knapp 100 von ihnen nutzten die Notunterkünfte der Stadt, andere kamen bei Bekannten unter, erst gestern Vormittag durften sie zurückkehren. Betroffen war auch ein Filmfestival auf der Parkinsel, Vorführungen wurden vorsichtshalber abgesagt.

Wodurch der Großbrand ausgelöst wurde, ist bisher unklar. Die Ermittler konnten das Gelände zunächst gar nicht betreten: Teile der Halle sind einsturzgefährdet, gestern mussten immer noch Glutnester gelöscht werden. Dass eine Photovoltaik-Anlage das Feuer verursacht habe, sei Spekulation, sagte der Ludwigshafener Feuerwehrchef, Peter Friedrich. Fest stand, dass keine Anwohner oder Beschäftigte zu Schaden kamen. Allerdings wurden zwei Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten leicht verletzt.

Bekämpft wurde der Brand sowohl vom Land als auch vom Wasser aus. Allein am Samstag waren 420 Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungskräfte im Einsatz. Feuerwehrchef Friedrich sprach von einer "gigantischen Materialschlacht". Die Umwelt ist offenbar glimpflich davongekommen: Es habe niemals eine Gefährdungslage bestanden, sagte der Ludwigshafener Umweltdezernent, Klaus Dillinger. Die Schadstoffbelastung der Luft sei unter der Nachweisgrenze gewesen, vom Löschwasser seien keine nennenswerten Mengen in den Rhein gelangt. Dennoch empfahlen Stadt und Gesundheitsamt, Obst und Gemüse, die mit Ruß in Kontakt gekommen sind, zu waschen und zu schälen. Eltern sollten ihre Kinder von Spielplätzen fernhalten, in denen Rußpartikel liegen. Und vor dem nächsten Sonnenbad auf der Wiese sollte man am besten den Rasen mähen und den Schnitt entsorgen.

Info swp.de/Bilder

Bei einem Großbrand in Ludwigshafen ist am Samstag eine riesige Rauchsäule über dem Großraum Mannheim-Ludwigshafen aufgestiegen. Der Qualm wanderte in nordöstlicher Richtung bis nach Südhessen. Foto: dpa

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Erstellt:
24. Juni 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Juni 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2013, 12:00 Uhr

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