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Schuldverschreibungen wertlos – Stadt schuldenfrei

Gigantischer Geldfund

Einen gigantischen Geldfund machten Mitarbeiter des Tübinger Rathauses, aus dem wegen der bevorstehenden Sanierung derzeit ein Amt nach dem anderen auszieht.

30.06.2012

Von Hans-Joachim Lang

Tübingen. Wie auf Anfrage unserer Zeitung Stadtarchivar Udo Rauch bestätigte, sind die Geldbündel aus einem nicht mehr benutzten Tresor ans Tageslicht gekommen. Das nebenstehende Foto dokumentiert, dass es sich um riesige Geldbeträge handelt. Rauch räumt auch ein, dass noch niemand die Zeit gefunden hat, die Bündel aufzuschnüren und durchzuzählen.

Bedauerlicherweise kann der Stadtkämmerer von dem Fund nicht profitieren, weshalb die Papiernoten – Inflationsgeld aus der Weimarer Republik – an das Stadtarchiv abgegeben wurden. Darunter befindet sich auch Papiergeld, das der Einfachheit halber die Tübinger gleich selber drucken ließen.

Unter den Funden steckte auch eine Kiste mit Schuldverschreibungen der Stadt von 1911, mit denen die Neckarkorrektion finanziert wurde. Damals hatte sich die Stadt in nie zuvor gekannter Höhe – über sechs Millionen Reichsmark – verschulden müssen. Für die Geldgeber kam 13 Jahre später ein böses Erwachen, denn da waren die Schuldverschreibungen wertlos – und die Stadt schuldenfrei.

Bündelweise Inflationsgeld aus der Weimarer Republik wurden bei Umbauarbeiten im Rathaus in einem alten Tresor gefunden.

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Erstellt:
30. Juni 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
30. Juni 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. Juni 2012, 12:00 Uhr

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