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Am Sonntag wird's ernst

Giulia Hindermann und Pia Tolle starten bei der WM

Am Sonntag haben Pia Tolle und Giulia Hindermann von der TSG Tübingen ihren bisher größten Auftritt: Mit dem deutschen Team starten sie bei der Turn-Weltmeisterschaft in Rotterdam.

16.10.2010
  • Thomas de Marco

Um 18 Uhr wird es am Sonntag ernst für die beiden Nachwuchshoffnungen der TSG in Rotterdam: Dann sind Tolle und Hindermann mit der deutschen Riege im Mehrkampf gefordert und treffen in Gruppe 11 auf Mexiko, Norwegen und Venezuela. „Für sie steht im Vordergrund, möglichst fehlerfrei zu turnen“, sagt Bundestrainerin Ulla Koch. Sie sei mit einem guten Gefühl nach Rotterdam gereist, sagt die Cheftrainerin. Obwohl Kim Bui und Marie-Sophie Hindermann (beide ebenfalls TSG Tübingen) derzeit verletzt sind und ihrem Team bei der WM sehr fehlen werden. „Für uns geht es deshalb nur darum, uns für die Weltmeisterschaften im nächsten Jahr in Tokio zu qualifizieren“, sagt die Bundestrainerin. Dazu ist mindestens der 24. Platz im Team-Wettbewerb nötig.

„Das schaffen wir auch!“, sagte gestern Giulia Hindermann in Rotterdam. Sie habe sich nichts Großes vorgenommen bei dieser WM: „Ich will das gut schaffen, was ich im Training geübt habe.“ Die 16-Jährige wird voraussichtlich am Barren und am Boden zum Einsatz kommen, Tolle geht wahrscheinlich an alle vier Geräte. Fünf der sechs Turnerinnen müssen pro Gerät an den Start, vier von ihnen kommen jeweils in die Wertung.

„Es ist schon eine spannende Sache, aber nervös bin ich noch nicht“, sagt Hindermann vor ihrem ersten Einsatz bei einer WM der Aktiven. „Ich hätte gedacht, dass es schwieriger wäre, ins Team zu kommen“, betont die Tübingerinnen. Aber durch die Verletzungen von Bui und ihrer Schwester Marie-Sophie sei alles viel schneller gegangen, sagt Giulia Hindermann.

Nun möchte sie alles dafür tun, sich im Nationalteam zu etablieren: „Ich will länger mit dabei sein“, sagt die TSG-Turnerinnen, die in Rotterdam das Hotelzimmer mit Joeline Moebius aus Chemnitz teilt. Auch Bundestrainerin Koch hofft, dass Tolle und die jüngere Hindermann-Schwester der deutschen Riege dauerhaft helfen können, international zu bestehen.

„Das zeigt, wie gut am Stützpunkt Stuttgart gearbeitet wird“, sagt Klaus-Eckhard Jost, der Pressesprecher des Schwäbischen Turnerbunds. Finanzielle Vorteile hätten weder der Verband noch die TSG Tübingen durch die vier Nationalturnerinnen, „aber für das Renommee und die Standortsicherung des Stützpunkts Stuttgart ist das durchaus wichtig“, erklärt Jost.

Gleich vier Nationalturnerinnen hat die TSG Tübingen derzeit – „das hat es noch nie gegeben“, freut sich TSG-Geschäftsführerin Hannelore Hartter. Die Erfolge von Kim Bui, Marie-Sophie und Giulia Hindermann sowie Pia Tolle seien schon Ansporn für den Nachwuchs, „wir registrieren da durchaus Zulauf in der Turn-Abteilung“, sagt sie. Die TSG Tübingen freue sich riesig, erneut zwei Spitzenturnerinnen hervorgebracht zu haben, sagt Gerold Jericho, der Zweite Vorsitzende der TSG. Der Verein habe dafür die Basisarbeit geleistet. Die aus Remshalden stammende Pia Tolle hat im Gegensatz zu den Hindermann-Schwestern und Kim Bui aber nie bei der TSG geturnt. Über den Stützpunkt Stuttgart, an dem sie zusammen mit Giulia Hindermann übt, ist Tolle zur TSG Tübingen gekommen.

Ansporn für den Tübinger Nachwuchs

Giulia Hindermann und Pia Tolle starten bei der WM
Freuen sich auf die Turn-Weltmeisterschaft: Giulia Hindermann (links) und Pia Tolle.Bild: STB

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16.10.2010, 12:00 Uhr

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