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Offen für längere Beziehung

Gladbach wünscht sich eine Fortsetzung mit Interimscoach Andre Schubert

Mit jedem Sieg werden die Rufe nach Interimstrainer André Schubert als Dauerlösung auf der Trainerbank von Borussia Mönchengladbach lauter. Sportdirektor Max Eberl spielt aber auf Zeit.

04.11.2015
  • SID

Mönchengladbach Sein grüner Kapuzen-Pullover genießt unter den Fans schon Kultstatus, seine lockere Art reißt die Spieler mit: Interimstrainer André Schubert schlägt bei Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach eine riesige Euphoriewelle entgegen. Die Rufe nach Schubert als Dauerlösung werden immer lauter. Sportdirektor Max Eberl spielt aber (noch) auf Zeit.

Nach sechs Ligasiegen in Serie ist Schubert aber auch auf Eberts Liste weit nach oben gerückt. "Wir sind dabei, André immer besser kennenzulernen. Er macht das hervorragend. Die Mannschaft glaubt, was er sagt, sie hört ihm zu. Jeder kann sicher sein, dass wir sehen, was passiert. Er ist sicher ein Kandidat", sagte Eberl und kündigte für die Länderspielpause "intensive Gespräche mit ihm" an.

Die Fürsprecher des 44-Jährigen in der Mannschaft verschafften sich schon vor dem Champions-League-Duell gegen den italienischen Rekordmeister Juventus Turin immer mehr Gehör. "Wer jetzt sagt, es passt doch nicht, hat keine Ahnung von Fußball. Wir würden ihn gern behalten. Wir können nur unsere Leistung auf dem Rasen bringen, alles andere muss der Vorstand entscheiden", sagte der Schweizer Führungsspieler Granit Xhaka und erhielt Unterstützung von Lars Stindl: "Sein Ansatz tut uns allen sehr gut. Wir genießen im Moment alle seine Art zu arbeiten. Das sehen sicher auch die Verantwortlichen." Schubert freut sich natürlich über solche Aussagen, öffentlich hält er sich aber zurück. Die Taten sprechen ohnehin für sich. Sechs Bundesligaspiele, 18 Punkte, 21:6 Tore - mit dieser beeindruckenden Bilanz kann nicht einmal Spitzenreiter Bayern München mithalten. Zudem führte Schubert die Borussia ins Achtelfinale des DFB-Pokals. "Ich mache das, solange ich darf. Ich genieße die Arbeit mit der Mannschaft. Wir sollten das jetzt aber alles nicht auf eine Person fokussieren. Alles andere müssen Sie Max Eberl fragen", sagte der Nachfolger des nach fünf Niederlagen zurückgetretenen Lucien Favre.

Eberl betonte zuletzt immer wieder, dass man mit keinem anderen Trainer spreche. Der Name des Augsburgers Markus Weinzierl (40/Vertrag bis 2019) wird dennoch regelmäßig rund um den Borussia-Park genannt. Die Mannschaft zeigt sich unbeeindruckt von den Diskussionen. "Das stört uns nicht. Wir spielen jeden dritten Tag, da können wir nicht darüber nachdenken. Das ist die Entscheidung von Max Eberl und des Vereins", sagte Oscar Wendt. Eberl nimmt die Stimmen aus dem Team zur Kenntnis, lässt sich davon aber nicht unter Druck setzen. "Das sind Indikatoren. Wir wollen aber die günstige Situation für uns alle nicht unterbrechen und nehmen uns die Zeit, eine gute Entscheidung zu fällen", so Eberl.

Gladbach wünscht sich eine Fortsetzung mit Interimscoach Andre Schubert
Der Coole, der sich mit der Mannschaft blind versteht: André Schubert hat sich zum Erfolgscoach der Gladbacher gemausert. Foto: dpa

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04.11.2015, 12:00 Uhr

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