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Das große Zittern

Glanzlos und glücklich gewinnt der VfB 2:0 gegen Darmstadt

Zwei Siege in einer Woche, doch bei den erneut stark schwankenden Stuttgartern bricht nach dem Erfolg über den Aufsteiger kein Jubel aus. Selbst der sonst so bissige Trainer gibt sich seltsam leise.

02.11.2015
  • OLIVER TRUST

Stuttgart Mancher hätte von Alexander Zorniger nach dieser für ihn wichtigen Woche etwas mehr Begeisterung erwartet. Immerhin hatte der Trainer des VfB Stuttgart zwei wichtige 2:0-Siege errungen - im Pokal gegen den Viertligisten Jena und gestern in der Liga über Aufsteiger SV Darmstadt 98. Ohne die beiden knappen und glücklichen Erfolge wäre der Schwabe sicher in Erklärungsnöte gekommen. Im schlimmsten Fall hätte man in Stuttgart noch intensiver als zuvor über seine Zukunft debattiert.

Nun hatte Zorniger zwar den zweiten Heimspielerfolg geschafft, wirkte danach dennoch seltsam zurückhaltend. Nachdem ein Eigentor von György Garics in der 68. Minute und dem zweiten VfB-Treffer durch Timo Werner in der Nachspielzeit könnte sich auch Zorniger die Frage gestellt haben, wo er mit seiner Mannschaft nach elf Spieltagen steht? In der Tabelle "immer noch weit unten", wie Manager Robin Dutt feststellte, vorerst auf Rang 14 - und weit entfernt vom eigenen Anspruch, durch Balleroberung und schnelles Umschaltspiel, genug Punkte zu gewinnen.

Nach vier Monaten Zorniger haben sich in Stuttgart vor allem die Formulierungen verändert, die Zorniger selbst und Manager Dutt über die Lippen kommen. "Es war nicht immer schön anzusehen", sagte der VfB-Trainer nachdem seine Mannschaft zahlreiche gute Chancen der Darmstädter überstanden hatte, weil die Hessen im Abschluss nicht konzentriert waren oder VfB-Torwart Przemyslaw Tyton mit Paraden einen Gegentreffer verhinderte. "Bei ihm müssen wir uns bedanken", sagte Dutt. Und Zorniger rang sich ein "Ich bin zufrieden, wie wir das Spiel angenommen haben" ab.

Wo die Stuttgarter stehen, wussten jedoch weder Dutt noch Zorniger überzeugend auszudrücken. Dutt nannte das 2:0 einen "schwer erkämpften Pflichtsieg - mit etwas Dreck" und Zorniger wollte intensiver an "Kleinigkeiten arbeiten, damit wir unseren Weg weiter gehen können". Wie der Weg genau aussehen könnte, blieb aber unklar.

Zorniger schien froh, ohne größeren Schaden davon gekommen zu sein. Überzeugend fiel der Sieg nicht aus, Darmstadt stiftete mit Kontern viel zu große Verwirrung - und das Spiel des VfB wirkte selbst nach der Führung und trotz eines wie beim 3:4 in Leverkusen Dreier-Mittelfeld im Zentrum - Schwaab, Dié und Gentner - alles andere als stabil. Christian Gentners "Flanke" von rechts köpfte Garics ins eigene Tor und Werners 2:0 fiel spät.

Mit dem hart erkämpfen Sieg hat der VfB die Abstiegsränge verlassen. Zu einem überzeugenden Sieg reichte es aber nicht, nur zu drei Punkten, die Zorniger etwas Luft verschaffen. Bereits am kommenden Samstag droht sich die Lage für ihn jedoch wieder zuzuspitzen - wenn die Stuttgarter bei Bayern München antreten müssen.

Glanzlos und glücklich gewinnt der VfB 2:0 gegen Darmstadt
Auf dem Weg zum 2:0: Stuttgarts Timo Werner (links) setzt sich gegen Benjamin Gorka durch. Foto: Imago

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02.11.2015, 12:00 Uhr

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