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Glücksatlas 2015 vorgestellt: Badener rücken auf den zweiten Platz vor

Die Deutschen sind glücklich. Im Norden mehr, im Osten weniger. Das zeigt der neue "Glücksatlas", der dieses Jahr den Schwerpunkt auf die Digitalisierung im Beruf legt. Im Ländle gewinnt mal wieder Baden.

26.11.2015
  • WOLF GOLDSCHMITT

Stuttgart: Deutschland ist wieder etwas glücklicher geworden - und Baden ganz besonders. Das belegt zumindest der aktuelle "Deutsche Post Glücksatlas", der gestern in Berlin vorgestellt wurde. Eine weitere gute Nachricht der aktuellen Studie: der Abstand zwischen Ost- und Westdeutschland beim Glücksempfinden schrumpft.

An der Spitze des regionalen Glücksrankings steht erneut Schleswig-Holstein, am Ende der Skala liegt Mecklenburg-Vorpommern. Den baden-württembergischen "Bruderkampf" in Sachen Lebenszufriedenheit hat Baden wieder einmal mit Abstand gewonnen.

Spitzenreiter unter 19 deutschen Regionen ist in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge Schleswig-Holstein, das auf einer Skala von null bis zehn seine Führung sogar auf 7,36 Punkte ausbaut. Überraschend stark fällt der Aufstieg von Baden (7,22 Punkte) aus, das sich vom vierten auf den zweiten Platz verbessert. Dritter wird Niedersachsen/Nordsee (7,17 Punkte), während Hamburg zurückfällt.

Die ostdeutschen Länder konnten sich zwar verbessern, am stärksten das Vorjahresschlusslicht Brandenburg, das auf Platz 17 aufsteigt. Doch haben sie weiterhin die rote Laterne des Rankings. Letzter ist Mecklenburg-Vorpommern.

Auf Platz zwei zählt Baden im aktuellen Ranking erstmals zu den drei zufriedensten Regionen Deutschlands. Verglichen mit dem Jahr 2014 stieg die Lebenszufriedenheit im Südwesten mit 0,14 Punkten im Westen am stärksten in allen Regionen an. Sehr glücklich sind die Bürger von Freiburg, Heidelberg oder Mannheim mit ihrer Gesundheit (6,7) und ihrem Haushaltseinkommen (6,7).

Eine wesentliche Ursache für die hohen Werte dürfte der geringe Anteil der gesundheitlich beeinträchtigen Personen sein. Mit 16,9 Prozent ist der Prozentsatz der niedrigste in der Bundesrepublik. Auch andere objektive Vorzüge finden in entsprechend hohen Zufriedenheitswerten ihren Niederschlag. Vor allem die im bundesweiten Vergleich sehr niedrige Arbeitslosenquote (4,1 Prozent) korrespondiert mit der überdurchschnittlichen Arbeitszufriedenheit. Das hohe verfügbare Einkommen je Einwohner (22 125 Euro) spiegelt sich trotz hoher Mieten in der Bilanz ebenfalls wider.

Bemerkenswert: Der Anteil der Erwerbstätigen mit Zeitarbeitsverträgen ist im Badener Land (23,8 je 1000 Erwerbstätige) deutlich geringer als im Rest der Republik. Die Region Baden zählt neben den Stadtstaaten zu den Gegenden mit dem jüngsten Altersdurchschnitt und weist mit die wenigsten Pflegefälle auf (29,9 pro 1000 Einwohner).

Wie schon im vergangenen Jahr landet Württemberg (7,12 Punkte) auch im aktuellen Regionenvergleich auf Platz sieben, obwohl die Lebenszufriedenheit auch hier steigt. Eine wesentliche Ursache für den vorderen Rang sind laut "Glücksatlas" die günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Mit einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent herrscht praktisch Vollbeschäftigung (nur in der Region Bayern-Süd ist die Quote geringer). Das Einkommensniveau (22 125 Euro) liegt weit über dem deutschen Durchschnitt.

Beim Haushaltseinkommen (6,8) zeigen sich die Menschen der Region denn auch überdurchschnittlich stolz. Die überdurchschnittliche Zufriedenheit mit der Gesundheit (6,7) korrespondiert ebenfalls mit den objektiven Indikatoren. Sowohl der Anteil an Personen mit gesundheitlichen Beschwerden (19,7 Prozent) als auch die Anzahl der Pflegefälle (26,6 Pflegefälle je 1000 Einwohner) sind geringer als im Bundesdurchschnitt.

Vom Institut für Demoskopie Allensbach wurden bei der Erhebung als Sonderthema auch die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Beruf untersucht worden. Bei dieser FRage nach der "Arbeitszufriedenheit und Digitalisierung" zeigt der "Glücksatlas" zum einen, dass Zufriedenheit mit dem Job über Geschlechter und Generationen hinweg hoch ist. Fast 70 Prozent geben einen Wert zwischen acht und zehn an. Dabei äußern sich die Berufstätigen überwiegend positiv zur Digitalisierung ihrer Arbeitswelt. 55 Prozent sagen, sie habe ihren Berufsalltag erleichtert.

Nur zehn Prozent sehen die Digitalisierung negativ. Über 70 Prozent glauben, dass die Kommunikation mit Kunden und Kollegen dadurch leichter geworden sei.

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26.11.2015, 08:30 Uhr

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