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Glühwein aus der Heimat
Friedrich Kern in seinem Weinlager. Foto: Ingrid Sachsenmaier
Genuss

Glühwein aus der Heimat

Die Kellerei Kern beliefert viele Weihnachtsmärkte und hält bis zu 300 000 Liter des Getränks vor.

13.12.2016
  • INGRID SACHSENMAIER

Rommelshausen. Wenn die Temperaturen sinken, steigt die Lust auf Glühwein und bei Kern in Rommelshausen die Zahl der Aufträge. Der Familienbetrieb macht zwischen 12 und 17 Prozent seines Jahresumsatzes mit Glühwein beziehungsweise sogenannten Heißgetränken. Er beliefert Weihnachts- und Adventsmärkte von Stuttgart bis Ulm, von Waiblingen über Reutlingen, Esslingen und Ludwigsburg. Da kommen große Mengen zusammen.

Kern ist vorbereitet, in seiner Lagerhalle stehen die Plastikkanister mit einem Füllvermögen von 10 und 25 Litern in Reih‘ und Glied. Bis zu 300 000 Liter werden in einer Wintersaison umgesetzt. 17 verschiedene Sorten Heißgetränke hat Kern mittlerweile im Sortiment, dazu gehören auch verschiedene Punsche.

Vor drei Jahren ist der „Edelheiss“ dazu gekommen. Ein „Glühwein aus der Heimat“ unter Verwendung von Herold-, Portugieser-, Dornfelder- und Acolon-Trauben, die in Württemberg gewachsen sind. Vergangenes Jahr wurde „Eisfrei“ vorgestellt, ein „entalkoholisierter Rotwein“.

Die Wilhelm Kern GmbH hat bei ihrer Erzeugergemeinschaft 120 Winzer unter Vertrag, in ganz Württemberg – Remstal, Bottwartal und auch der Stromberg gehören dazu. Die Herstellung von Glühwein ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Seit dem Jahr 1972 schreibt das Deutsche Weingesetz vor, dass Glühwein aus 100 Prozent Wein bestehen muss; „Wasser darf nicht rein“, sagt Friedrich Kern, „erlaubt ist die Zugabe von Zucker – bis zu 80 Gramm pro Liter – und würzenden Stoffen wie Zimt und Nelke. Damit es weihnachtlich schmeckt.“

Kern, gelernter Destillateur, betreut im Betrieb das Glühweingeschäft. Das bedeutet in den Wochen vor Weihnachten früh aufstehen, sieben Tage in der Woche. „Abends bestellen die Standbetreiber und morgens liefern wir die gewünschte Menge direkt an den Stand, bevor der Markt losgeht.“ Dieser Service sei ungeheuer wichtig, erklärt Kern. „Es gibt nicht viel Lagerkapazität in den Ständen.“

Von der ersten Stunde an beschickte seine Familie den Stuttgarter Weihnachtsmarkt mit Glühwein, erinnert er sich an die Zeiten, als die Weinkellerei noch in der Cottastraße in Stuttgart zuhause war. Ende der 1960er habe seine Mutter auf einem Drei-Flammen-Herd in einem großen Bräter Glühwein angesetzt. Der sei dann in Thermokannen ausgeliefert worden. Derzeit laufen bei Kern Versuche für einen Diabetiker-Glühwein. „Wir sind noch am Probieren, er darf nicht bitter sein.“ Ingrid Sachsenmaier

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13.12.2016, 06:00 Uhr

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