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Gods of Egypt

Gods of Egypt

In dem Fantasy-Opus am Schauplatz Alt-Ägypten rebelliert ein Sterblicher gegen die göttliche Schreckensherrschaft.

Gods of Egypt

USA 2016

Regie: Alex Proyas
Mit: Nikolaj Coster-Waldau, Gerard Butler, Brenton Thwaites

128 Min. - ab 12 Jahren

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19.01.2016
  • ANTONIA LANGE, dpa

Es geht um Gut und Böse, um Leben und Tod: In dem Action-Film „Gods of Egypt“ beschäftigt sich der „I, Robot“-Regisseur Alex Proyas mit den großen Themen. Zuschauer brauchen viel Fantasie und außerdem die Bereitschaft, sich auf Schauplätze wie die Unterwelt und das Universum ebenso einzulassen wie auf den Gedanken, dass die Götter unter den Menschen leben.

Mit Gerard Butler („P.S. Ich liebe dich“) und dem „Game of Thrones“-Star Nikolaj Coster-Waldau ist der Abenteuerfilm hochkarätig besetzt. Die beiden spielen zwei Götter im alten Ägypten: Butler gibt den Gott der Finsternis namens Set, der den Thron gewaltsam an sich gerissen und das ägyptische Volk versklavt hat. Coster-Waldau verkörpert seinen Gegenspieler Horus, der eigentlich der Herrscher Ägyptens  sein sollte.

Ihren Weg kreuzt ein Sterblicher: Der Langfinger Bek (Brenton Thwaites) will seine große Liebe Zaya (Courtney Eaton) wieder ins Leben zurückholen. Dazu verbündet er sich mit Horus: Bek stiehlt für den Gott einen seiner Augäpfel zurück, die der gewalttätige Set ihm zuvor geraubt hatte. Mithilfe seines Augenlichts will Horus den Thron zurückerobern. Dafür hat er versprochen, Beks Geliebte aus dem Reich der Toten zu befreien. Beides ist allerdings nicht so einfach: Mensch und Gott müssen es mit allerlei Widersachern aufnehmen, zum Göttervater ins All fliegen und unter anderem das Rätsel der Sphinx lösen. Eine Liebesgöttin (Elodie Yung) sorgt dafür, dass die Romantik neben den vielen Spezialeffekten und Kampfszenen nicht zu kurz kommt.

Bei der Besetzung hapert es Kritikern zufolge allerdings an Vielfalt – vor allem deshalb, weil in dem Film über das alte Ägypten wenig passend vor allem weiße Darsteller vorkommen. Das Hollywoodstudio Lionsgate räumte ein, bei der Besetzung des Fantasy-Epos die angemessene „Vielfalt“ versäumt zu haben. Wie der „Hollywood Reporter“ damals berichtete, entschuldigten sich Lionsgate und der Regisseur Alex Proyas für ihr Casting. Zuvor hatte etwa die US-amerikanische Schauspielerin Bette Midler Kritik an der Wahl der Stars geübt. „Ägypter sind nicht weiß, weder in der Geschichte noch heute“, sagt sie und fragte: „Was ist mit Eurer Geografie-Kenntnis?“

Historiker und Realisten dürften mit dem Werk tatsächlich wenig anfangen können. Action- und Fantasy-Fans kommen hingegen durchaus auf ihre Kosten, ebenso wie Romantiker. Denn am Ende siegt die Liebe – doch dafür sind einige Opfer nötig. Und es bleibt der Eindruck, dass sich die Macher nicht so recht zwischen Mythologie-, Action-, und Sandalenfilm entscheiden konnten. Von der Überführung Gestorbener in die Unterwelt über das Rätsel der Sphinx bis hin zu golden blutenden Titanen werden verschiedene Elemente munter miteinander vermischt. Das ist zwar durchaus unterhaltsam – bisweilen verblasst die Story aber hinter den bildgewaltigen Spezialeffekten und Kampfszenen.

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19.01.2016, 12:29 Uhr

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