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Nach langen Jahren des Zögerns

Götz George dreht Doku-Drama über seinen Vater

Der Regen prasselt im Alten Lager von Münsingen auf das große Zelt, in dessen Mittelpunkt ein Mann mit schwarzem Mantel sitzt und mit leerem Blick vor sich hinstarrt. Der Eindruck trügt nicht. „Ich bin erschöpft, am Ende meiner Kräfte“, sagt Schauspieler Götz George, 74.

13.10.2012

Münsingen. Was vor allem daran liegt, dass er in dem Doku-Drama „George“, das derzeit unter anderem in Münsingen gedreht wird, seinen Vater Heinrich George spielt. Um ihm, dem großen Künstler und Menschen, gerecht zu werden, erpresse er sich selber bis zur Entkräftung.

Vor 15 Jahren habe er das erste Angebot für diese Rolle bekommen, erinnert sich George, seither sei er immer wieder bedrängt worden. Im Mittelpunkt des vom SWR federführend produzierten Films stehen die letzten Lebensjahre Heinrich Georges. Das ARD-Drama versucht Schuld und Verantwortung des Künstlers in der Nazi-Diktatur aufzuarbeiten. Der Schauspieler verstarb 1946 im Alter von 52 Jahren im sowjetischen Speziallager Nr. 7 Sachsenhausen. Damals war Götz George sieben Jahre alt.

„Ich hatte keinen so richtigen Bezug zu ihm, meine Mutter und seine Freunde haben mir aber viel von ihm erzählt“, sagt der Sohn. Mit Spielszenen, Archivaufnahmen und Interviews mit Zeitzeugen nähert sich der Film, der 2013 im Fernsehen gezeigt werden soll, dem Ausnahmeschauspieler.

Für Götz George ein schwieriges Unterfangen: „Ich habe nie verstanden, was an der Figur Heinrich George so interessant ist, da die meisten Leute ihn heute ja gar nicht mehr kennen. Für mich ist es ein besonderer Film, dem ich aber keine große Zukunft gebe!“ Regisseur Joachim Lang und die Produzenten widersprechen da allerdings heftig. Wäre es nach Heinrich George gegangen, würde der Sohn jetzt aber gar nicht in Münsingen drehen. „Er war strikt dagegen, dass die Söhne auch Schauspieler werden“, sagt Götz George, „er war der Meinung, ein Genie in der Familie reicht!“ dem / Bild: Kost SWR

Götz George dreht Doku-Drama über seinen Vater

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13.10.2012, 12:00 Uhr

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