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Goldbarren und Scheine zum Anfassen
Die „Brutus aureus"-Münze. Foto: dpa
Bundesbank

Goldbarren und Scheine zum Anfassen

Das Geldmuseum in Frankfurt ist wieder geöffnet. 19 Millionen Euro hat der Umbau gekostet.

17.12.2016
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt. Den Goldbarren würde nicht nur Ayman gerne mitnehmen. „Dafür würde ich mir eine Villa kaufen, mit Pool natürlich“, träumt der zehnjährige Schüler. Schließlich ist er aktuell stolze 440 000 EUR wert. Doch da gibt es mehrere Probleme. Der 60 Jahre alte Degussa-Goldbarren gehört der Bundesbank, er wiegt 12,5 Kilo und er steckt in einem Kasten aus fast drei Zentimeter dickem Hartplastik.

Trotzdem ist der Goldbarren eines der Highlights im neuen Geldmuseum der Bundesbank, das gestern von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann nach dreijähriger Bauzeit eröffnet wurde. Zu sehen ist auch die weltweit einmalige Goldmünze des Brutus, die die Notenbanker 1997 für damals 700 000 D-Mark beim Londoner Auktionshaus Sotheby's ersteigert hatten. Sie erinnert an die Ermordung Caesars an den Iden des März im Jahr 44 vor Christus.

Auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern geht es aber nicht nur um die Geschichte von Geld und Gold, wie etwa die verheerende Inflation in Deutschland in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Bundesbank will vor allem Wissen über Geld und die Aufgaben einer Zentralbank vermitteln.

19 Mio. EUR hat sich die Bundesbank das weltweit wohl einzigartige Museum kosten lassen. 40 000 Besucher aus dem Bundesgebiet, aber auch aus dem Ausland zählte man im alten Geldmuseum pro Jahr. Jetzt sollen es mehr werden. Tatsächlich haben sich schon zahlreiche Schulklassen angemeldet. Junge Menschen sind schließlich die Hauptzielgruppe, die die Bundesbank im Auge hat. Rolf Obertreis

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17.12.2016, 06:00 Uhr

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