Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Kleine Kehrwoche

Gomaringer wollen beim Putzen sparen

In Gomaringen gibt es künftig nur noch eine kleine Kehrwoche, sozusagen. Um einen genehmigungsfähigen Haushalt hinzukriegen, will der Bau- und Umweltausschuss seltener eine Kehrmaschine ordern.

23.09.2010

Gomaringen. Rund 29 500 Euro weniger möchten die Gomaringer im kommenden Jahr für die Straßenreinigung ausgeben. 2009 fielen dafür noch 43 500 Euro an. Bislang ist die Firma Bernauer aus Weilheim / Teck mit der Kehrmaschine im Ort unterwegs. Diesen Vertrag möchte die Gemeinde nun fristgerecht zum Jahresende kündigen und den Auftrag neu ausschreiben – allerdings in deutlich reduziertem Umfang.

Derzeit werden Gomaringens Straßen mindestens einmal im Monat gereinigt. Nun habe das Ortsbauamt „kritisch darauf geschaut, was notwendig ist“, erläuterte Bürgermeister Manfred Schmiderer. Unentbehrlich sei die Reinigung an Neujahr, nach Krämer-, Weihnachts- und Ostermärkten oder nach dem Winter, wenn viel Split auf den Straßen liegt. Auch Unkraut muss mal entfernt werden, ausgelaufenes Öl sowieso, und die Kanalschächte bedürfen einer Reinigung.

Die Ausschuss-Mitglieder stimmten zu – der Vorschlag muss aber noch durch den Gemeinderat. Mancherorts wird dieses neue Kehr-Programm wohl gar keinen großen Unterschied machen. Denn wenn Autos am Straßenrand parken, kommt die Maschine gar nicht überall hin.

Die Verwaltung will nun auf Anregung Roland Kälberers (CDU) im Gemeindeboten bekannt geben, wann das Fahrzeug kommt – immer lasse sich das aber nicht planen. Und viele Gomaringer haben gar keine Garage, können ihr Auti also nicht wegstellen. „5600 bis 5700 Fahrzeuge gibt es in Gomaringen, inklusive Motorrädern“, erklärte Schmiderer. Viele Familien hätten gleich mehrere, gezwungenermaßen. Mit dem Bus komme man nicht überall hin. Susanne Horn (Grüne Liste) hakte sofort ein: „Das war übrigens ein Plädoyer für den Ausbau des ÖPNV“.

gs

Gomaringer wollen beim Putzen sparen
Nach Silvester sind die Straßen auch in Gomaringen voller Feuerwerks-Überbleibsel. An Neujahr soll nach wie vor eine Kehrmaschine fahren – aber die Leute könnten ihren Müll auch wegräumen, fand SPD-Sprecherin Elvira Fischer. „Falls man willens und in der Lage ist“, kommentierte Bürgermeister Manfred Schmiderer wenig hoffnungsvoll. Archivbild

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

23.09.2010, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball