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Liabe Zeit, liabe Leit

Grachmusikoffs rundes Geburtstagskonzert

Ja, heit gibt‘s koine Indianer meh‘, aber die Biffeljäger von Bad Schussenried, die spielen immer noch. In Bodelshausen bekamen sie jetzt sogar ein Geburtstagsständchen – vom Publikum.

21.11.2011

Bodelshausen. Happy birthday to you, lieber Alex und Georg, sangen die Leute im gut gefüllten Forum – sechzig Jahre alt sind die Köberlein-Brüder geworden, mehr als dreißig Jahre lang stehen sie mit „Grachmusikoff“ auf der Bühne, mal in großer, mal in kleiner Besetzung. Und spielen immer noch auch ihre alten Schwoißfuaß-Lieder.

Vor über 30 Jahren brachte Schwoißfuaß "Oinr isch emmr dr Arsch" heraus

Vor über 30 Jahren brachte Schwoißfuaß "Oinr isch emmr dr Arsch" heraus --

09:06 min

Melancholie der „alten Männer“, die selbst an so einem Tag ihrer schweißtreibenden Arbeit nachgehen, mit musikalischem Witz und oberschwäbischem Hintersinn, voll derber Zärtlichkeit ihre Songs zelebrierend. Oiner isch do emmr am Arsch. „Liabe Zeit, liabe Zeit, was es net alles geit!“ Typischer Grachmusikoff-Rock. Alexander Köberlein fährt mit einem Saxofon-Solo dazwischen, im letzten Zug nach Schussenried. Pfeifend, grinsend der Bruder im weißen T-Shirt mit der Aufschrift „Ich will Rente“, ein Hauch von Jethro Tull, eine schwäbische Version von Ten Years After: „Muss hoim, hoim, hoim!“

Erstaunlich, immer noch, mehr denn je, die musikalische Vielfalt dieses Ländler-, Polka-, Reggae-, Rock- und Blues-Trios, das immer wieder an seine Wurzeln erinnert: Samstagabend nach der Tagesschau, 20 Minuten Grachmusikoff mit jenem „Heimatlied“, das ihre Heimatstadt gepalten hat. Doch: „Find‘ mol an Reim auf ‚warsch‘!“

Grachmusikoffs rundes Geburtstagskonzert
Georg und Alex Köberlein in Aktion. Im Bodelshäuser Forum feierten sie am Samstagabend im Trio mit Hans Fink zugleich ihren sechzigsten Geburtstag – und das Publikum feierte die Grachmusikoff-Haudegen begeistert.Bild: Franke

Auch in Mössingen finden sich musikalische Weggefährten aus den Frühzeiten von Igor, Boris und Nikita – Nill samt Dill, der Teeladenmann und der Gärtner –, die in den 1970ern schon mit ihnen diese „Indianer-Hymne“ spielten: „Die hen d‘Hippies sogar en Gomera vom Felsa ragschria!“

Vor der zweiten Zugabe („mir hättet‘s au freiwillig g‘spielt“) gibt es ein furioses Finale mit Georg „Foulhand“ K. an der Gitarre, mit Freddys „Schön war die Zeit“. Und dann endlich: dr Drägglacha-Blues.

bau

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21.11.2011, 12:00 Uhr

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