Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Große Hoffnung für kleine Leute
Könnte man sich mit dem Hauptgewinn leisten: das Chateau Miraval in Südfrankreich. Brad Pitt und Angelina Jolie hatten es für 45 Millionen Euro gekauft, sich dann aber scheiden lassen. Foto: AFP
Glücksspiel

Große Hoffnung für kleine Leute

Der Jackpot im Euro-Lotto ist mal wieder randvoll, am Freitag wird – möglicherweise – ein Glückspilz um 90 Millionen Euro reicher. Damit könnte man sich so einiges leisten.

05.01.2017
  • DPA

Helsinki. Nicht jedem ist es vergönnt, täglich 3100 Euro Rente aufs Konto zu bekommen, wie Ex-VW-Chef Martin Winterkorn (69). Nein, Otto Normalverbraucher muss zusehen, wie er mit seinen paar Rentenkröten klarkommt. Einzige Chance: Lotto – die große Hoffnung des kleinen Mannes.

Am Freitag hoffen Tipper wieder auf einen Geldsegen. Der ist so groß, dass der Gewinner 37 Jahre lang doppelt so viel Rente kassieren könnte wie Winterkorn: 90 Millionen Euro warten im Eurojackpot. Der Topf ist in den 17 Teilnehmerländern zehn Mal in Folge nicht geleert worden und so auf seine Höchstsumme angewachsen.

Voller wird der Jackpot nicht mehr. Anders als bei 6 aus 49 gibt es beim Eurojackpot keine Zwangsausschüttung. Deshalb kommt es am Freitag zum Doppeljackpot von insgesamt 110 Millionen Euro: Durch den Überlauf in der 1. Gewinnklasse bildet sich ein weiterer Jackpot in der 2. Gewinnklasse von immerhin noch 20 Millionen Euro.

Wer noch mitmachen will – online oder in Annahmestellen – hat in der Regel bis 19 Uhr am Freitag Zeit. Am Abend beginnt im finnischen Helsinki die Ziehung.

Sieben Richtige nötig

Für den Hauptgewinn müssen Spieler 5 aus 50 sowie 2 aus 10 Zahlen richtig ankreuzen, also insgesamt sieben. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei 1 zu 95 344 200. Mit rund 1 zu 5,9 Millionen statistisch größer ist die Chance auf einen Treffer in der zweiten Gewinnklasse. Realistisch wird's in Gewinnklasse 12 mit der Wahrscheinlichkeit von 1 zu 42 – dafür gab es dort in der jüngsten Ziehung nur 9,40 Euro.

Der 90-Millionen-Jackpot wurde seit Start des Spiels im März 2012 erst zweimal geknackt: Im Mai 2015 gewann ein Tscheche, im Oktober 2016 ein Tipper aus Baden-Württemberg. So viel Geld auf den Kopf zu hauen, ist gar nicht so einfach. Ein paar Ideen:

Promi-Freunde mieten Von 90 Millionen könnte man vielleicht nach den gängigen Tarifen 90 Abende mit Frauenschwarm George Clooney buchen. Oder etwas mehr Abwechslung gefällig? Auf der Liste von „Business Insider“ mit Promis, die für rund eine Million Euro vorbeikommen, stehen auch die Popstars Christina Aguilera, Katy Perry und Sting.

Promi spielen „Brangelina“ trennen sich, und ihr französisches Luxus-Weingut Château Miraval steht zum Verkauf. Das Anwesen mit Weinbergen produziert einen prima Rosé und verfügt über 35 Schlafzimmer und zwei Pools. Der Preis ist noch nicht bekannt, aber 2011 kaufte das Paar es für knapp 45 Millionen Euro.

Fußballgott spielen Statt nur Tipp-Kick zocken mal in der echten Welt Herr über ein Fußballteam sein? Für 82,78 Millionen Euro kann man sich theoretisch die Elf von RB Leipzig leisten. So steht es bei transfermarkt.de.

Onkel Dagobert spielen Man könnte aber auch 81 000 Krügerrand-Goldmünzen kaufen oder 2500 Goldbarren zu je einem Kilo – und darin baden wie Onkel Dagobert Duck im Geldspeicher.

Doch Vorsicht. Als neuer Multimillionär sollte man nicht allzu dick auftragen. Gewinnberater der Lottogesellschaften empfehlen Glückspilzen, Diskretion zu wahren: „Gehen Sie weiter arbeiten. Kündigen Sie nicht. Sagen Sie dem Chef nicht die Meinung.“ Der Glücksforscher Stephan Lermer hat einmal gesagt, dass Lotto-Gewinner auch anderen Menschen eine Freude machen und mit dem vielen Geld etwas bewegen sollten. Sonst drohe ihnen das „Onkel-Dagobert-Syndrom“ – die Vereinsamung in der teuren Villa.

Deshalb der letzte Tipp: Wasser schenken. Mehr als 14 500 Brunnen ließen sich mit 90 Millionen Euro in Äthiopien bauen. Jeder Dorfbrunnen liefert lebenswichtiges Wasser für 500 Menschen. Preis: nur 6200 Euro pro Stück. Sven Kaufmann mit dpa

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

05.01.2017, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball