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Terror-Werber

Großrazzia gegen Salafisten

Innenminister verbietet Islamvereinigung und Koran-Verteilaktionen.

16.11.2016
  • DPA

Berlin/Ulm. Mit einer der größten Polizeiaktionen gegen Islamisten seit Jahren haben die Sicherheitsbehörden radikal-salafistischen Terror-Werbern einen Schlag versetzt. Nach monatelangen Ermittlungen verbot Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) die Vereinigung „Die wahre Religion“, die unter dem Motto „Lies!“ zahlreiche Koran-Verteilaktionen organisiert hatte. Die Polizei durchsuchte daraufhin am Morgen gut 190 Wohnungen und Büros in bundesweit mehr als 60 Städten, darunter Mannheim, Stuttgart, Heilbronn und Neu-Ulm.

Nach Informationen der SÜDWEST PRESSE wurden in Stadt und Landkreis Neu-Ulm vier jungen Männern im Alter von 19 bis 34 Jahren so genannte Verbotsverfügungen übergeben und gleichzeitig Hilfsmittel für ihre Koran-Verteil-Aktionen beschlagnahmt. Auch in Ulm und Heidenheim sprach die Polizei Verbote aus.

Rund 140 junge Islamisten seien nach einer Radikalisierung durch „Lies!“ in die Kampfgebiete der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gereist, sagte de Maizière. „Das mussten wir unterbinden.“ Die Ausgereisten seien im Zusammenhang mit dem scheinbar harmlosen Verteilen von Koranen in Fußgängerzonen oder auf Plätzen radikalisiert worden. Zu den Schwerpunkten der Polizeieinsätze zählte neben Hessen und Nordrhein-Westfalen auch Bayern. dpa/eb

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16.11.2016, 06:00 Uhr

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