Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Stuttgart

Grün-Schwarz legt Streit um Lehrerstellen bei

Für Informatik, Ganztagsschulen und Inklusion gibt es nun doch mehr Personal. Trotzdem sinkt die Gesamtzahl der Pädagogen erheblich.

24.10.2016
  • ROLAND MUSCHEL

Stuttgart. Grüne und CDU haben ihren Streit um die Umsetzung zentraler bildungspolitischer Vorhaben beendet. Danach stehen nun insgesamt 320 Deputate für den Ausbau der Ganztagsschulen und der Inklusion behinderter Kinder in den Regelunterricht sowie für die Einführung des Fachs Informatik ab Klasse 7 zur Verfügung. „Wir können die von uns vorgesehenen Programme umsetzen, ohne dass es einen Qualitätsverlust gibt“, teilte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Sonntag mit. Man habe einen Weg gefunden, der den Etat „strukturell nicht belastet“, betonte Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne).

Eisenmann hatte in der vergangenen Woche angekündigt, die drei Vorhaben wegen Lehrermangels aussetzen zu müssen. Sie hatte damit den ersten großen Streit in der noch jungen Koalition ausgelöst. Nun bekommt die Ministerin 160 zusätzliche Stellen für die Inklusion, 100 für den Ausbau von Ganztagsschulen und 60 für die Informatik. Für die Besetzung dieser 320 Stellen erhält sie zum einen einmalig neun Millionen Euro zusätzlich. Zum anderen verzichtet sie auf die Hälfte der zunächst geplanten 320 Zusatzdeputate für weitere Mathe- und Deutschstunden an Grundschulen. Insgesamt hat Eisenmann damit nachträglich ein Plus von 160 Deputaten erkämpft.

Trotz dieser Verbesserungen sowie der bereits vereinbarten Stärkung der Realschulen sinkt die Gesamtzahl der Lehrer zum Schuljahr 2017/18 um 340 Stellen. Denn während für neue Projekte Stellen geschaffen werden, muss die Ministerin beim Pflichtunterricht massiv Deputate kürzen. Die nun genehmigte Stellenanzahl für Informatik und Ganztagsschulen liegt zudem unter den ursprünglichen Wünschen.

Eisenmann und Sitzmann wollen den Rechnungshof prüfen lassen, wie die Ressourcen im Bildungsetat künftig am effizientesten eingesetzt werden können. Die Schüler-Lehrer-Relation im Land sei bundesweit eine der besten. Daher komme es darauf an, die Lehrer dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden, sagte die Kultusministerin.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

24.10.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball