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Sulz/Kreis Rottweil · Europa-Wahl

Grüne und AfD legen in Sulz zu

CDU bleibt mit 33,7 Prozent stärkste Partei. SPD halbiert sich auf 10,6 Prozent. Die Grünen steigern sich auf 16,0 Prozent. Die AfD wird mit 14,8 Prozent drittstärkste Kraft. Die Wahlbeteiligung war mit 57,9 Prozent deutlich höher als 2014.

27.05.2019

Von Cristina Priotto

Kurz nach Schließung der Wahllokale leerte Hauptamtsleiter Hartmut Walter am Sonntag im Bürgersaal die Urne mit den per Briefwahl eingegangenen Stimmzetteln für die Europa-Wahl auf mehrere große Tische aus, assistiert von (von links) den Rathausmitarbeiterinnen Sabrina Glöckler und Tina Hauser (im Hintergrund) sowie zwei der Wahlhelferinnen, Heidrun Kläger-Haug und Anastasia Steinke-Vollmer. Bilder: Cristina Priotto

Der Bundestrend bei der Europa-Wahl spiegelt sich zumindest teilweise auch in Sulz wieder: Stärkste Partei wurde in Sulz die CDU, die trotz Verlusten 33,7 Prozent erreichte (2014: 40,0 Prozent). An zweiter Stelle landeten erstmals die Grünen, die sich fast verdoppelten auf 16,0 Prozent (2014: 8,2 Prozent). Drittstärkste Partei wurde erstmals die AfD, der in der Neckarstadt 14,8 Prozent der Wähler ihre Stimme gaben (2014: 10,1 Prozent).

Die SPD verzeichnete hingegen deutliche Einbußen und halbierte sich gegenüber vor fünf Jahren fast von 19,4 auf 10,6 Prozent. Die FDP blieb mit 9,1 Prozent (2014: 9,8 Prozent) erneut im einstelligen Bereich. Die Freien Wähler erreichten 4,8 Prozent (2014: 2,8 Prozent), die Linke 2,3 Prozent (2014: 1,9 Prozent) und die 34 sonstigen Parteien und Gruppierungen zusammenen 6,7 Prozent.

Positiv entwickelt hat sich die Wahlbeteiligung: 57,9 Prozent der insgesamt 9008 Wahlberechtigten in Sulz, genauer gesagt 5218 Wähler, machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Vor fünf Jahren waren es mit 49,8 Prozent noch weniger als die Hälfte gewesen.

In Vöhringen blieb die CDU mit 34,6 Prozent zwar ebenfalls stärkste Partei, musste aber gegenüber 2014 (42,0 Prozent) einige Federn lassen. Einen Höhenflug verzeichneten die Grünen auch in der Mühlbachtalgemeinde, wo sich die Ökopartei verglichen mit dem Ergebnis vor fünf Jahren nahezu verdreifachte und mit 14,2 Prozent erstmals zweitstärkste Kraft (2014: 5,7 Prozent) wurde. An dritter Stelle landete die AfD mit 14,1 Prozent, ebenfalls ein Plus gegenüber 2014 (11,9 Prozent). Die FDP konnte sich leicht auf 11,0 Prozent (2014: 10,1 Prozent) steigern und wurde viertstärkste Kraft. Die größten Verluste verzeichnete die SPD, die mit 9,3 Prozent nur an fünfter Stelle landete und sich gegenüber 2014 (17,0 Prozent) fast halbiert hat. Die Freien Wähler holten in Vöhringen 4,5 Prozent, die Linke 2,1 Prozent (2014: 1,5 Prozent).

Die Wahlbeteiligung hat sich auch in Vöhringen deutlich gesteigert und stieg von 48,6 Prozent vor fünf Jahren auf 62,0 Prozent.

In Dornhan fuhr die CDU zwar 36,1 Prozent der Stimmen ein und blieb somit stimmenstärkste Partei, doch verglichen mit 2014, als die Christdemokraten in Dornhan 59,7 Prozent holten, bedeutet dies drastische Verluste. Den stärksten Anstieg erzielten die Grünen, die sich auf 15,38 Prozent nahezu versechsfachten im Vergleich zu 2014 und in Dornhan erstmals zweitstärkste Kraft wurden. Die AfD landete an dritter Stelle und steigerte sich deutlich auf 11,38 Prozent (2014: 7,8 Prozent). Erstmals mit Platz 4 Vorlieb nehmen musste in Dornhan die SPD, die stark absackte auf 11,04 Prozent (2014: 19,5 Prozent). Die Stimmenzahl verdoppelt hat die FDP – von 5,2 Prozent vor fünf Jahren auf 10,58 Prozent. Die Linke erzielte 1,67 Prozent, ein leichter Rückgang gegenüber 2014 (2,6 Prozent).

Der Trend zu höherer Wahlbeteiligung lässt sich auch in Dornhan feststellen, wo 64,5 Prozent der Wahlberechtigten bei der diesjährigen Europa-Wahl ihre Stimme abgaben, was ein deutlicher Anstieg gegenüber 2014 ist , als dies nur 52,9 Prozent taten.

Die Europa-Wahl 2019 motivierte in Sulz (Bild), Vöhringen und Dornhan mehr Wähler als vor fünf Jahren zur Stimmabgabe.

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Erstellt:
27. Mai 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
27. Mai 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. Mai 2019, 01:00 Uhr

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