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Mit Trommeln und Applaus

Gute Stimmung für die Sportler und volle Stadt am letzten Markttag

Als Erbe-Geschäftsführer Reiner Thede gestern um 12.30 Uhr den Startschuss zum schnellen Lauf gab, war es, als habe er mit seiner Pistole eine Wolke getroffen: Just in diesem Moment fing es an zu regnen. Für die Läufer des ersten Hauptlaufs eine willkommene Dusche. Wenn auch eine kurze.

22.09.2014
  • Sabine Lohr

Tübingen. Strahlende Gesichter, nassgeschwitzte Shirts, eine kurze Schlange vor dem Pavillon für Entspannungsmassagen und eine lange vor dem Getränkestand, Glückwünsche und viele Gespräche über die Strecke und wann wer wen überholt hat: Nach dem ersten Hauptlauf des 21. Tübinger Stadtlaufs war die Spannung gelöst und die Stimmung fröhlich.

Beide OB-Kandidaten waren am Start

Und damit eigentlich gar nicht so viel anders als vor dem Start, wenn auch mancher noch nervös herumtrippelte, vor Startfieber gähnte oder noch schnell ein drittes Mal zum Klo ging. Mitten im Getümmel, an zentraler Stelle vor der Mensa Wilhelmstraße, OB und OB-Kandidat Boris Palmer mit seinem Läuferteam, zu dem sich spontan auch Osiander-Inhaber und HGV-Vorsitzender Christian Riethmüller gesellte, indem er sich das grüne „Weiter-mit-Palmer“-Wahlkampfshirt anzog.

Gute Stimmung für die Sportler und volle Stadt am letzten Markttag
Und los geht’s: Der Massenstart zum ersten Hauptlauf des 21. Erbe-Stadtlaufs. Bild: Metz

Am Start war auch Palmers Herausforderin Beatrice Soltys, die in der dritten Runde von Palmer überholt wurde. Kurz danach musste Soltys aufgeben, weil sie wegen eines Infekts angeschlagen war. Ebenfalls dabei: OB-Kandidat Oliver Rödiger. Er kam als Vorletzter der Männer ins Ziel.

Die ersten jedenfalls auf der Stadtlauf-Strecke – noch vor dem Startschuss – waren Retro-Schlager-Star Dieter Thomas Kuhn und sein Bandkollege Philipp Feldtkeller auf ihren schönen Harleys, die dem Publikum das Signal zum Freimachen der Strecke gaben. Für dieses sorgten allerdings auch die rund 200 ehrenamtlichen Helfer, die auf dem gesamten Kurs dafür sorgten, dass die Läufer nicht durch querende Fußgänger behindert wurden. Auf dem Holzmarkt etwa kümmerten sich die Entringer Pfadfinder um die Sicherheit der Strecke, auf dem Marktplatz sorgte die TSG für Ordnung.

Allzu viel hatten die Ordner nicht zu tun: Es war weit weniger los in der Stadt, als Tübingen es von den vorigen Läufen her gewohnt ist. Zwischen den Ständen des Umbrisch-Provenzalischen Marktes und den Absperrbändern war es zwar etwas eng, ein Durchkommen aber war immer möglich. Ordnungsamtsleiter Rainer Kaltenmark bestätigte diesen Eindruck: „Die Wetterprognose hat wohl viele abgeschreckt“, sagte er. Seit Jahren sei beim Stadtlauf nicht mehr so wenig los gewesen wie heuer.

Die Marktbeschicker hingegen waren sehr zufrieden – mit allen Markttagen. „Wir sind gerne hier, seit 15 Jahren. Dieser Markt war ein guter, wir haben viel verkauft und haben viele Freunde getroffen“, sagte etwa Delvecchio Apollo, der in der Marktgasse Tischtücher anbot.

Dort war er während des Stadtlaufs allerdings weit ab vom Geschehen: Die Läufer bogen vor dem Brunnen auf dem Marktplatz links ab, um über die Haaggasse, die Alleenbrücke und die Uhlandstraße auf die Eberhardsbrücke und die Mühlstraße zu gelangen. Und damit wieder vor den Augen von Publikum zu laufen, denn zwischen Haaggasse und Karlstraße standen nur ein paar Grüppchen am Rand der Strecke, um Partner, Freund oder Bekannte anzufeuern.

Umso besser dann die Stimmung auf der Eberhardsbrücke. Trommelklang und Applaus sorgten für die nötige Motivation. In der Mühlstraße gab es Live-Musik, in der Wilhelmstraße das gedrängteste Publikum, und auf dem Marktplatz sorgte Sportwissenschaftler und SWR-Mitarbeiter Lukas Esser am Mikro für gute Stimmung.

Gute Stimmung für die Sportler und volle Stadt am letzten Markttag
Kleine Kostproben wie hier am Pralinen- und Schokoladenstand gab es auf dem ganzen Markt. Bild: Metz

Nach dem Lauf füllte sich die Stadt dann wieder so, wie es beim Umbrisch-Provenzalischen Markt immer war: Zwischen 30 000 und 40 000 Besucher dürften es gewesen sein, die den Markt und auch die Gassen drum herum und ihre Geschäfte bevölkerten. Wie an all den Markttagen waren vor allem die Essensstände Magneten: Mindestens eine Viertelstunde mussten die Gäste auf ihr Spanferkel im Fladenbrot warten, und auch für die Merquéz-Wurst im Weckle auf dem Marktplatz mussten Hungrige lange anstehen.

Gelassene Stimmung trotz der Enge

Gruppen bummelten zwischen den Ständen, an den zahlreichen Stehtischen plauderten Bekannte mit einem ein Glas Rosé vor sich, vor den Ständen mit Olivenholz, Seifen, Wurst, Käse, Lavendelsäckchen, Keksen oder Schmuck drängten sich die Neugierigen und Kauflustigen. Viele hatten Papiertüten oder prall gefüllte Taschen bei sich. Und am Stand der Bürgerstiftung, dem Sozialpartner des diesjährigen Marktes, verkauften ehrenamtliche Helfer die letzten Lose der Tombola.

Ergebnisse

Hauptlauf über zehn Kilometer

Jahrgang 2005/2006

Jahrgang 2003/2004

Jahrgang 2001/2002

Jahrgang 1999/2000

Firmenwertung

UKT-Wertung

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22.09.2014, 12:00 Uhr

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