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Volksbank: Zwei Schwarzkünstler im Dialog

HAP und CHC

Die Reutlinger Volksbank zeigt „Schnittwelten“: Arbeiten der beiden Holzschneider HAP Grieshaber und CHC Geiselhart im spannenden Dialog.

15.10.2012

Reutlingen. Der Grundstock zu der Doppelausstellung, berichtete der Vorstandsvorsitzende Josef Schuler bei der Vernissage am Freitag, wurde im 2011 gelegt, als die Volksbank anlässlich des 150-jährigen Bestehens 200 Originale von HAP Grieshaber erstand. Darunter Blätter aus den Mappenwerken „Totentanz von Basel“ und „Der Osterritt“. In den „Schnittwelten“ vereine die Volksbank nun zwei Seelenverwandte Künstler in einer Ausstellung. Dafür wurden fast 50 Werke Grieshabers aus der Sammlung der Volksbank von 1960 bis 1980 ausgewählt und durch eben soviele druckgrafische Arbeiten von CHC Geiselhart aus den Jahren 1992 bis 2012 ergänzt.

Die Tochter des Nehrener Künstlers Catharina Geiselhart führte in die Ausstellung ein: Die Kunsthistorikerin, eine profunde Grieshaber-Kennerin, schreibt gerade über dessen Druckstöcke ihre Dissertation. „Nirgends lernt man einen Künstler besser kennen als in seiner Graphik“, dieses Zitat Ernst Ludwig Kirchners, stellte sie ihren Ausführungen voran. Sowohl Grieshaber als auch ihr Vater seien „Jünger der Schwarzen Kunst“, die Technik des Druckens habe ihr Werk grundlegend verbunden.

Die Kunsthistorikerin ging auf einige der Arbeiten Grieshabers besonders ein, erläuterte Inhalt und Arbeitsweise. Im weitesten Sinne finde man in Grieshabers „Osterritt“, CHC Geiselharts „Transitus“-Thema wieder, schlug sie den Bogen zur Arbeit ihres Vaters. Übergang, Überschreiten, Unterwegs-Sein, dies kennzeichne auch die Werke Geiselharts. Die früheste Arbeit aus der Reihe „Transitus“, ein Holzschnitt samt Druckstock „Grammatik der Bewegung“, ausgestellt im Obergeschoss, daneben ein „Flötenspieler“ Grieshabers von 1964, ebenfalls mit Druckstock.

Im ersten Stock findet sich auch eines der seltenen Selbstporträts Grieshabers aus dem Jahr 1970. Daneben ein Unikatdruck „Hommage à Grieshaber“ von Geiselhart, der zur Ausstellung entstand. Geiselhart ließ auch die schwere Krankheit ihres Vaters nicht unerwähnt, dessen Schaffenskraft aber ungebrochen sei: „Das Transitus-Projekt geht weiter“. Dann lud sie die Gäste ein, Geiselhart und Grieshaber beim Betrachten ihrer Grafiken besser kennenzulernen.

uschi kurz

HAP und CHC
CHC Geiselhart zwischen HAP Grieshabers „Blumenuhr“ aus der 1965 entstandenen Mappe „Sturmbock“ (links) und zwei Druckgrafiken von Geiselhart selbst aus der Serie „Dinge dieser Art“ (1998). Zu sehen ist die Ausstellung „Schnittwelten“ in der Reutlinger Volksbank noch bis zum 30. November.Bild: Haas

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15.10.2012, 12:00 Uhr

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