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Horb · Das Mittwochs-Interview

„Haben ein gutes Set-up entwickelt“

In den Relegationsspielen gegen die Kuchen Mammuts sind die Blackforest Foxes zwar Außenseiter, dennoch ist Headcoach Patrick Schmieder optimistisch. Auch, weil Running Back Max Ott wieder in den Kader der Football-Mannschaft aus Dietersweiler zurückkehrt.

11.09.2019

Von Maik Wilke

Hält sich bei Details zum Gameplan vor dem Spiel gegen Kuchen zurück: Patrick Schmieder, Headcoach der Blackforest Foxes. Bild: Ulmer

SÜDWEST PRESSE: Herr Schmieder, Sie und die Foxes gehen als unterklassiges Team in dieses Relegation-Duell gegen die Kuchen Mammuts. Sind die Rollen vor dem Kickoff klar verteilt?

Patrick Schmieder: Die Mammuts sind klarer Favorit, das ist uns bewusst. Das ist ein Traditionsteam mit 22 Jahren Erfahrung – uns gibt es erst in der zweiten Saison. Unser Gegner wird genau wissen, was er tut, aber auch wir sind gut vorbereitet.

Sie haben Videomaterial des Gegners gesichtet. Wo haben Sie dessen Stärken ausgemacht?

Die Kuchener verfügen, ähnlich wie wir, über ein sehr gutes Laufspiel. Auch in der Defense haben sie sich auf ein ähnliches Konzept festgelegt und spielen mit einer 3er-Line – also drei Defensive Lineman. Aber die größte Stärke der Mammuts ist, dass sie sehr schnell darin sind, die Spielzüge ihrer Gegner zu erkennen und dementsprechend zu reagieren.

Wo können Sie und Ihr Team den Bezirksligisten knacken?

Sie haben Schwierigkeiten im Passspiel, allerdings ist das auch mit Vorsicht zu betrachten. Schließlich habe ich lediglich das Videomaterial aus drei Spielen zur Verfügung – da kann die Momentaufnahme täuschen. Vielleicht haben die Mammuts noch einen weiteren Quarterback oder der Gegner war in diesen Begegnungen einfach besser auf den Pass als auf den Lauf eingestellt. Da gibt es viele Variablen. Daher galt es in der Vorbereitung für uns, schlichtweg konzentriert zu arbeiten. Ich denke, wir haben ein gutes Game-Set-up entwickelt.

Der Gegner wird allerdings auch das Spielsystem Ihrer Mannschaft analysiert haben…

Mit Sicherheit haben die Mammuts das gemacht, klar. Aber es ist eh schon bekannt, dass wir ein starkes Laufspiel haben. Zudem: Ein Sieg ist nicht nur über den Lauf zu schaffen – wir müssen unseren Running Backs Luft zum Atmen geben und haben zuletzt daher vermehrt das Passspiel trainiert. In den Partien gegen Konstanz und Pforzheim hat das auch gut funktioniert. Wie genau wir dann am Samstag spielen werden, da halten wir uns natürlich bedeckt.

Können Sie denn auf einen vollständigen Kader zurückgreifen?

Vollständig ist der Kader schon länger nicht mehr. In der O-Line haben wir ja die Langzeitverletzten, aber wir können zumindest auf genau die gleiche Formation zurückgreifen wie gegen Konstanz. Die O-Line ist also eingespielt. Enorm wichtig für uns ist natürlich auch, dass Max Ott (wichtiger Running Back der Foxes, Anm. d. Red.) wieder dabei ist. Er hat zuletzt lange pausiert, um sich zu erholen. Generell sind wir aber an einem Punkt angekommen, da dürfte die Saison nicht mehr arg viel länger gehen. Viele Spieler beißen bereits seit Wochen auf die Zähne. Immerhin haben wir diese Saison eine Anzahl an Spielen bestritten, die sonst nur Teams in höheren Ligen absolvieren müssen – und das mit einem Kreisliga-Kader.

Wie bewerten Sie generell den Niveau-Unterschied zwischen Kreis- und Bezirksliga?

Ich habe mir in dieser Saison zwei Spiele der höheren Klasse angeschaut. Eine Partie von Leonberg und eine von Albstadt, also beides Gegner, gegen die wir in der vergangenen Runde gespielt haben. Leonberg steigt als Meister erneut auf und Albstadt hält gut mit. Da wir gegen Letztere nur knapp verloren haben, wäre das Leistungsniveau also auch für uns machbar. Wir wissen, wo unsere Schwächen liegen und müssten diese dann ausmerzen.

Wo sehen Sie denn diese Schwächen?

Zunächst in der Breite des Kaders. Wir sind daher auch auf der Suche nach weiteren Spielern für die kommende Saison und auch weiteren Coaches. Wir wollen uns breiter aufstellen, um professioneller zu trainieren. Der kurzfristige Erfolg ist dabei gut und den nehmen wir gerne mit, aber Ziel ist es, in Dietersweiler langfristig ein starkes Football-Team aufzustellen.

Aufstieg auch bei einer Niederlage?

Das Hinspiel zwischen dem Kreisligisten, den Blackforest Foxes, und dem Bezirksligisten, den Kuchen Mammuts, wird am Samstag, 14. September, auf dem Sportgelände in Dietersweiler ausgetragen. Kickoff ist um 15 Uhr. Das Rückspiel im Kuchener Ankenstadion findet am Sonntag, 22. September, statt. Sollten beide Teams jeweils ein Spiel gewinnen, entscheidet die Punktedifferenz.

Es besteht allerdings noch die Chance, dass sowohl die Foxes als auch die Mammuts kommende Runde in der Bezirksliga Baden-Württemberg antreten. Dies wäre der Fall, wenn die Albershauser Crusaders in die German Football League II (GFL II), die zweithöchste Spielklasse Deutschlands, aufsteigen. Da kein Verein aus Baden-Württemberg aus der GFL II absteigt, müssten alle folgenden Ligen „aufgefüllt“ werden – mit der Folge, dass die Foxes auch mit einer Niederlage die höhere Spielklasse erreichen.

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Erstellt:
11. September 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
11. September 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. September 2019, 01:00 Uhr

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