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„Haben uns immer schon positioniert“
Rüdi, Peter und Flo (v. li.) nehmen in Ulm einen Musik-Preis entgegen. Foto: Claudia Reicherter
Interview

„Haben uns immer schon positioniert“

Sportfreunde Stiller sprechen am Rande einer Charity Night in Ulm über Politisches in Texten und die anstehende Tour.

14.11.2016
  • CLAUDIA REICHERTER

Ulm. Wie fühlt es sich an, von den Böhsen Onkelz von der Chartspitze vertrieben zu werden?

Peter Brugger (lacht): Na, das fühlt sich scheiße an.

Florian Weber (lacht): Es fühlt sich immer scheiße an, vom Thron gestoßen zu werden, egal von wem...

Sie gelten als Sunnyboys, die quasi Glückskekse vertonen. Auf „Sturm & Stille“ werden Sie aber politisch...

Peter Brugger: Wir haben uns immer schon geäußert zu Themen, die uns unter den Nägeln brennen, uns etwa gegen Nazis positioniert. Jetzt hat die eine oder andere Zeile auch in einem Lied Platz gefunden. Da Musik kein reines Kopfding ist und nicht nur über den Text funktioniert, ist es nicht leicht, ein Lied zu schreiben, das eine politische Message enthält. Aber wir probieren es immer mal wieder.

In „Zwischen den Welten“ klingen manisch-depressive Zustände an. Kennen Sie das von Sich persönlich?

Rüdiger Linhof: Ich kenne es zwar nicht, dass ich wochenlang in einem Tief stecke und kein Land mehr sehe, aber im Freundeskreis gibt es das natürlich, dass Menschen in tiefe Lebenskrisen verstrickt und massiv am Suchen sind. Bei mir selber kommt es vor, dass es mich alle paar Monate mal ein paar Tage lang ordentlich runterzieht. Ich glaube, das ist normal, oder? Dass es Zeiten gibt, wo man nicht weiß, wo es für einen persönlich hingeht oder dass einfach die Chemie nicht stimmt.

Was hilft Ihnen da?

Rüdiger Linhof: Sobald ich mich zu sehr in irgendwelche Gedanken verstricke und meinen Körper vergesse, nicht mehr schlafen kann, da hilft mir Sport.

Was bedeutet Ihnen eine Veranstaltung wie die Radio 7 Charity Night?

Peter Brugger: Es ist super, wenn Leute Geld hergeben für einen guten Zweck. Das ist schön. Und wir machen Musik dazu.

Sind Sie nach 20 Jahren mit den Sportis vor dem Tourauftakt am Freitag in Karlsruhe noch aufgeregt?

Peter Brugger: Im Moment bin ich vorfreudig. Wenn es losgeht, bin ich sicher aufgeregt. Das ist immer noch vorhanden vor Konzerten – und es ist gut so. Aber sobald die Musik ertönt, reißt sie mich mit. Claudia Reicherter

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14.11.2016, 06:00 Uhr

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