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Früher Müll, heute Wertstoff

Häckselplätze in Hagelloch und Weilheim eröffnet

Gleich am ersten Tag brachten Bürger bergeweise Schnittgut, Laub und Gras nach Hagelloch. Dort sollte schon vor 20 Jahren ein Häckselplatz entstehen.

08.10.2012
  • Sascha Geldermann

Tübingen. Der Platz in Hagelloch wurde am Samstag von Ortsvorsteher Martin Lack eröffnet. Er erinnerte daran, wie der Standort bereits 1991 vom Gemeinderat beschlossen, dann aber vom Landratsamt abgelehnt wurde. „Das hat sich nun geändert, weil Häckselgut heute nicht mehr als Müll, sondern als Wertstoff gilt“, so Lack. Schließlich lässt sich daraus in Verbrennungsanlagen Energie gewinnen.

Daher kann holziges Material auf dem umzäunten Schotterplatz zwischen dem Hagellocher Ortsrand und dem Heuberger Tor kostenlos abgeladen werden. Der Platz ist jeden Samstag zwischen 14 und 16.30 Uhr für Privatpersonen geöffnet. Außerdem steht ein Container für kompostierbares Material wie Laub oder Gras bereit, das gegen eine Gebühr von zwei Euro je 100 Liter entgegengenommen wird.

Für den Betrieb auf dem Platz ist der Maschinen- und Betriebshilfsring Zollernalb-Tübingen verantwortlich. Geschäftsführer Ulrich Pichler sagte in Hagelloch: „Wir werden drei- bis viermal im Jahr mit einer großen Häckselmaschine anrücken.“ Sie konstant vor Ort zu haben, wäre von den Kosten her unsinnig.

10 000 Euro hatte die Stadt ursprünglich für den Bau des Platzes eingeplant. Am Ende sind 29 000 Euro daraus geworden. Bevor die Bauarbeiten Ende Juni beginnen konnten, mussten außerdem hohe gesetzliche Hürden genommen werden. „Der Platz liegt in der Nähe zu einem Gewässer und der Landschaftsschutz musste beachtet werden – das war nicht ganz einfach zu genehmigen“, sagte Albert Füger, Leiter des Tübinger Tiefbauamts.

Lack freute sich, dass der Häckselplatz nach mehr als 20 Jahren jetzt gebaut wurde: „Ich hoffe, dass ab heute nichts mehr illegal an unserem Ortsrand abgeladen wird.“ Die Bürger nahmen das Angebot sofort an. Als sich die Schranke zum ersten Mal hob, fuhren gleich ein Dutzend Autos auf den Hof. „Früher musste ich immer zum Entsorgungszentrum nach Dußlingen fahren – das war zu weit und zu teuer“, sagte Bernd Hoffmann, der beim Österberg wohnt.

Platzwart Daniel Fritz empfing die Hobbygärtner und achtete auf die Trennung von Häcksel- und Grüngut. Florian Witte brachte gleich einen ganzen Laster voll. Der Weg nach Dußlingen war dem Tübinger immer zu weit. „Ich habe sonst immer auf die halbjährliche Abfuhr gewartet“, sagte er. Er freute sich, dass er die Gartenabfälle nun zeitnah entsorgen kann.

In Weilheim gab es keine offizielle Eröffnung. Doch auch hier konnten Bürger bei der alten Kläranlage erstmals ihr Häcksel- und Grüngut abgeben. Der Platz ist jeden Samstag von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Außerdem startet zurzeit ein Genehmigungsverfahren für einen dritten Platz zwischen Lustnau und Pfrondorf. „Der Bedarf dafür ist groß“, sagte der Pfrondorfer Ortsvorsteher Siegfried Rapp in Hagelloch. Im kommenden Jahr möchte er zur Eröffnung einladen.

Häckselplätze in Hagelloch und Weilheim eröffnet
Der Tübinger Bernd Hoffmann (vorne) lädt holzigen Gartenabfall am Zaun des Häckselplatzes ab. Kompostierbares Grüngut gehört dagegen in den Container im Hintergrund. Bild: Geldermann

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08.10.2012, 12:00 Uhr

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