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Schlendern, schlemmen, Musik hören

Händler zufrieden mit Sommernach(t)-Traum

Vor allem am Abend lockte der vierte Sommer-Nach(t)-Traum des HGV zahlreiche Gäste in die Rottenburger Innenstadt, Sie bummelten durch die Gassen, kauften ein und ließen sich Wein, Flammkuchen, Wels, Merguez oder Empanadas schmecken.

13.09.2010
  • Frank Rumpel

Händler zufrieden mit Sommernach(t)-Traum
Andrang in der Rottenburger Fußgängerzone schon am Samstagmittag.

Rottenburg. Während es am Nachmittag in der Innenstadt eher ruhig zuging, wurde es am Abend deutlich voller. Bis 22 Uhr hatten die Läden offen. Essensstände boten Essen an, das häufig ein wenig an Urlaubsländer erinnerte. Die Leute flanierten über die Königstraße und den Marktplatz, knubbelten sich etwas im Nadelöhr Marktgasse und etliche genossen bei Abendsonne die Stimmung am Platz vor der neuen Josef-Eberle-Brücke.

Die Händler hatten bei der vierten Auflage ihres „Sommer-Nach(t)-Traums“, bei dem die Besucher, so die Idee der Veranstalter, das Ferienende in netter Atmosphäre in Rottenburgs Innenstadt ausklingen lassen konnten, noch etwas mehr Programm zusammengestellt, als in den Vorjahren. Zwar gab es auch diesmal einige Kooperationen zwischen Händlern und Gastronomen, doch hatte der Handels- und Gewerbeverein (HGV) heuer zusätzlich einige Essensstände von auswärts in die Innenstadt geholt, um das Angebot üppiger und auch abwechslungsreicher zu gestalten. „Wir hätten schon gerne mehr hiesige Gastronomen dabei gehabt“, sagte Peter Weingärtner, Sprecher der Fachgruppe Einzelhandel und Gastronomie.

Daneben gab es den ganzen Tag über auf der Straße mehr Live-Musik als in den Vorjahren. Für zusätzliche Atmosphäre sorgten 800 rote und gelbe Windlichter, die am Abend vor den 40 sich aktiv an der Aktion beteiligenden Geschäften brannten.

Die Händler zeigten sich trotz nachmittäglicher Flaute zufrieden. „Bei dem Wetter werden nachmittags halt viele beim Rasenmähen gewesen sein“, vermutete Weingärtner. Joachim Bleier vom „Patina“ fachte seinen Holzkohlengrill für die Merguez deshalb ganz entspannt sowieso erst am Abend an. Tatsächlich: Je später der Abend, desto mehr Kunden waren auch in den Geschäften zu sehen.

Sabine Glatzer vom „Café Caramel“ freute sich am Abend über den vollen Platz vor der Josef-Eberle-Brücke. „Jetzt haben wir hier endlich genau die Stimmung und Atmosphäre, die wir von Anfang an wollten.“ Einige Gäste von auswärts sagten genau das: „Wie im Urlaub!“

Glatzer kooperierte mit dem Wendelsheimer Weingärtner und „Stanis“-Wirt Klaus Biesinger, der aus einem kleinen Zelt heraus seine Weine ausschenkte und dabei gut zu tun hatte. Gemeinsam mit dem benachbarten Bistro hatte Glatzer zudem die Band Misc organisiert, die einige Akoustiksets spielte. „Sobald Musik da ist und das Ambiente stimmt, sind auch die Leute da“, sagte Glatzer.

Weitere Schwerpunkte, an denen sich das Publikum sammelte, waren der Stand der Fischerfreunde in der Karmeliterstraße zwischen Elektro-Brück und Reisebüro Schiebel sowie vor dem neu eröffnmeten „LebensArt“. Selbst um 23 Uhr, als die Geschäfte längst am Abbauen waren, waren noch zahlreichen Menschen am Brückenkopf.

Auch wenn der Organisationsaufwand für einen solchen Tag immens sei, meinte sie, liefere die diesjährige Veranstaltung wohl eine gute Basis für noch ausbaufähigere zukünftige. Petra und Klaus Ulmer beteiligten sich mit ihrem Schuhgeschäft in der Seebronner Straße auch heuer aus Solidarität zur Innenstadt an der Aktion. Allerdings fand es Petra Ulmer doch etwas schade, „dass man so viel auf die Beine bringen muss, damit die Leute auch von außerhalb in die Stadt kommen“.

Wie das Konzept vollends aufgehen kann, zeigte am Samstag der über Stunden hin belebte Platz bei der Josef-Eberle-Brücke, wo sich auf kleinem Raum reichlich Programm fand. So wechselten sich dort am Abend die Band Misc mit dem vor zwei Monaten neu gegründeten Verein „Mi tierra“ ab, der sich vor dem Haus am Nepomuk erstmals präsentierte. Der junge Verein, will laut der Vorsitzenden Claudia Momme, den Austausch zwischen Leuten aus Deutschland, Lateinamerika und Spanien fördern. Am Samstag gab’s dazu erst mal Live-Musik, Tanz und einige südamerikanische Spezialitäten. Das passte gut zu den auf Seide gemalten, lateinamerikanischen Impressionen, die Brigitte Rammler am Wochenende im Haus am Nepomuk zeigte. Die Hirrlingerin hat mit ihrer Familie jeweils sechs Jahre in Ecuador und Nicaragua gelebt.

Die Anlegestelle unterhalb der Brücke nutzten die Jungen Aktiven, um nochmals die Werbetrommel für einen Rottenburger Stocherkahn zu rühren. Sie boten den ganzen Nachmittag über gut nachgefragte Fahrten mit Lesungen an. Die Einnahmen sollen dem Bau eines Rottenburger Kahns zugute kommen, für den auch Ernst Heimes sammelt. Ziel ist, bis zum kommenden Jahr einen Stocherkahn auf dem Rottenburger Neckar zu haben.

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13.09.2010, 12:00 Uhr

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