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Kopf oder Blume?

Häschen-Neid

Am Umgang mit dem Schoko-Osterhasen zeigt sich bekanntlich der Charakter.

22.03.2018

Von GUIDO BOHSEM

Objekt des Anstoßes: der Schoko-Hase mit der roten Schleife. Foto: Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli

Beißt man zuerst den Kopf ab oder versucht man sich am Hinterteil? Und natürlich: Gönnt man seinem Nächsten einen Hasen, obwohl man selbst keinen hat?

Ein solcher Fall von Hasenneid beschäftigt derzeit den Bundestag, und Schuld ist – natürlich – wieder mal die SPD. In deren Fraktionssitzung, der letzten vor Ostern, fanden die Politiker golden verpackte Häschen mit roter Schleife vor. Große Freude. So groß, dass der Abgeordnete Burkhard Lischka auf Twitter jubelte: „Der Osterhase besucht die SPD-Bundestagsfraktion“.

In der Unionsfraktion hingegen führte das zu einem heftigen Fall von Osterhasen-Neid. Die neue Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) beschwerte sich umgehend. Warum die sozialdemokratische Fraktion bevorzugt werde, fragte sie, um dann sofort selbstkritisch hinterherzuschieben: „Haben wir dem Osterhasen etwas getan?“ Der Abgeordnete Sebastian Steineke (CDU) forderte gar eine Sondersitzung. Vergebens. So schnell ließ sich keine Hasen-Gerechtigkeit herstellen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) mahnte deshalb bei den SPD-Abgeordneten Rücksichtnahme an: „Aber erst nach Ostern essen!“

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Erstellt:
22. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. März 2018, 06:00 Uhr

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