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Unwetter

Häuser und Autos zerrissen

Ein Tornado tötet alleine auf einem Campingplatz im US-Bundesstaat Georgia sieben Menschen. Insgesamt 20 Menschen sterben im Sturm und in Fluten.

24.01.2017
  • DPA

Washington. Heftige Unwetter in den USA haben am Wochenende mindestens 20 Menschen das Leben gekostet. Dutzende wurden verletzt, mehrere waren gestern noch vermisst. Allein ein Tornado tötete mindestens 14 Menschen im US-Bundesstaat Georgia und vier in Mississippi. An der Westküste in Kalifornien starben mindestens zwei weitere Menschen als Folge schwerer Regenfälle.

Der Horror kam am Sonntag vor Sonnenaufgang: Ein Tornado zog 100 Kilometer südlich von Albany in Georgia über den Campingplatz „Sunshine Acres“. Er zerriss die Wohnmobile oder kippte sie um. Alleine dort starben sieben Menschen, berichtet der Online-Dienst weather.com. Die Hälfte der 40 Wohnmobile sei dem Erdboden gleichgemacht worden.

Der Gouverneur von Georgia, Nathan Deal, rief für sieben Landkreise im Staat den Ausnahmezustand aus. „Diese Stürme haben zu Todesfällen, zahlreichen Verletzungen und weitreichenden Sachschäden geführt“, sagte er und forderte die Einwohner zur Vorsicht auf, um Schlimmeres zu verhindern. Auch der an Georgia angrenzende Norden Floridas wurde von dem Tornado in Mitleidenschaft gezogen.

In Mississippi, wo laut Berichten der Medien mehr als 50 Menschen verletzt wurden, herrschte ebenfalls Ausnahmezustand. Der Tornado war dort mit weit mehr als 200 Stundenkilometern Geschwindigkeit durchgezogen.

Lastwagen umgekippt

Stark getroffen hat der Tornado Hattiesburg, eine Stadt mit 50 000 Einwohnern. Er tötete drei Einwohner. Mindestens 15 000 Häuser und Geschäfte waren ohne Strom. Entlang der Spur, die der Tornado durch die Stadt und ihre Umgebung zog, lagen verwüstete Häuser und deformierte Autos. Vor einem Supermarkt lag ein schwerer 18-rädriger Lastwagen auf seinem Dach.

Im benachbarten Alabama berichteten 15 Landkreise von Sturmschäden. Mindestens vier Menschen wurden verletzt.

Unter den Toten in Kalifornien war eine 36-jährige Frau, die im Norden des Staates umkam, als ein Baum auf das Dach ihrer Wohnung stürzte, wie Pete Bushby von der örtlichen Brandschutzbehörde dem Sender CNN sagte. Der Baum war dem Bericht zufolge 38 Meter hoch, so hoch wie die Christus-Statue in Rio de Janeiro.

Im Landkreis San Diego versuchten Rettungskräfte demnach, die Leiche eines weiteren Opfers aus einem angeschwollenen Bach zu bergen. Die Arbeit wurde behindert, weil der Bach jede Menge Trümmer mit sich riss. Vor der Pazifikküste am Pebble Beach wurden zwei weitere Menschen vermisst, wie CNN unter Berufung auf die Küstenwache berichtete, unter ihnen ein Kind.

Die Tornado-Gefahr war gestern Abend noch nicht gebannt. Der Meteorologe Latrice Maxie sagte dem „Clarion-Ledger“, in der nächsten Nacht seien weitere starke Winde und Sturm zu erwarten. Auch Tornados könnten kommen, aber wohl eher weiter nördlich.

Im Süden der USA haben Winterstürme schon vor drei Wochen Verwüstungen und Überflutungen angerichtet. Fünf Menschen ertranken. Die Stürme mit heftigen Windböen und starkem Regen betrafen vor allem die Staaten Louisiana, Mississippi und Alabama. Insgesamt wurden von den Wetterdiensten zwölf Tornados gemessen. dpa/afp/eb

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24.01.2017, 06:00 Uhr

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